Hamburg, 22.08.2013: maxpool reagiert mit scharfer Ablehnung auf die am 20.08.2013 veröffentlichten Pläne des Gesamtverbandes der Deutschen Ver-sicherungswirtschaft (GDV), wonach dieser beabsichtigt, die Provisionen von vermittelten Lebensversicherungsverträgen durch die kommende Bundesre-gierung gesetzlich begrenzen zu lassen.
„Wir verstehen nicht, dass die Interessenvertreter der Branche nun mit dem Gesetzgeber über Pest oder Cholera verhandeln wollen – entweder die Ab-schaffung der Provisionsberatung im Vorsorgemarkt oder eine drastische Re-duzierung der Provisionssätze. Bei der Abschaffung der provisionsabhängigen Beratung würden unabhängige Produktauswahl und qualitativ hochwertige Fachberatung nur noch wohlhabenden Kunden vorbehalten bleiben, die sich ein entsprechendes Beratungshonorar leisten wollen“, erklärt maxpool-Geschäftsführer Oliver Drewes.
Die jetzt diskutierte Reduzierung der Maklervergütungen ist aus Sicht des Hamburger Maklerpools keine Alternative. „Der Gesetzgeber hat den Verwal-tungsaufwand für Makler in den letzten Jahren drastisch vervielfacht. Eine Kürzung der Vergütungssätze würde in diesem Zusammenhang eine erneute Einkommensreduzierung bedeuten, die der Maklermarkt mit Sicherheit nicht verdient hat. Sie bringt keine Vorteile – wer heute unhygienisch hohe Vergü-tungen bietet, wird auch in Zukunft entgegen der Gesetzgebung einen Weg finden, sich Geschäft zu kaufen. Und eine Genesung des Zinsmarktes wird durch eine Reduzierung der Abschlusskosten auch nicht zu erreichen sein“, so Drewes weiter.
maxpool hält die eingeschlagene Richtung der aktuellen Diskussion für falsch. Die Pläne richten sich klar gegen unabhängige und neutrale Fachberatung. „maxpool könnte sich an solch eine Situation anpassen. Das haben wir in der Sparte Krankenversicherung bereits bewiesen. Vielmehr läuft diese Planung im Ergebnis auf eine flächendeckende Einkommensreduzierung beim unab-hängigen Makler hinaus. Die verlängerte Haftungszeit und das in Verbindung mit dem gestiegenen Verwaltungsaufwand gedeckelte Einkommen verstoßen klar gegen jedes marktwirtschaftliches Grundverständnis. Offensichtlich wird hier versucht, zulasten des Maklermarktes die Ausschließlichkeitsorganisatio-nen der Versicherer in den Vordergrund zu bringen und zu stärken. Mit dem Diskussionsentwurf ziehen der GDV und seine mitwirkenden Lebensversiche-rer eine einseitige Produktberatung von Vertretern ihrer eigenen Gesellschaf-ten der unabhängigen Beratung vor“, konstatiert Oliver Drewes.
maxpool appelliert daher in aller Deutlichkeit an leistungsstarke Versiche-rungsgesellschaften, die einen freien Marktvergleich zum Wohle des Kunden nicht scheuen müssen. „Der GDV wird durch seine Mitglieder und damit von Versicherungsgesellschaften gelenkt. Wir appellieren herzlich an diejenigen Versicherungsgesellschaften, die strukturell auf einen freien und unabhängi-gen Beratermarkt setzen: Äußern Sie sich gegenüber dem GDV und verhindern Sie, dass sich dort eine Politik durchsetzt, die klar auf einseitige Produkt-berater ausgerichtet ist. Die Bemühungen des GDV und der gesamten Branche müssen sich mit aller Kraft gegen ein Verbot der Provisionszahlungen richten. Faule Kompromisse, die einseitig den Maklermarkt in seinem Einkommen re-duzieren, sind keine Lösung“, erklärt Oliver Drewes.
maxpool hält es für grundlegend verkehrt, in diese Richtung zu denken und den Gesetzgeber überhaupt einzubeziehen. „Man stelle sich vor, der Gesetz-geber verankert bei dieser Gelegenheit in seiner Neudefinition eine generell gedeckelte Kostenobergrenze, mit der er auch sämtliche Verwaltungskosten-arten der Versicherer mitbegrenzt. Sicherlich würde der GDV dann grundle-gend anders agieren“, so Drewes abschließend.
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