Die Bundesregierung soll den Globalen Fonds gegen
Aids, Malaria und Tuberkulose aufstocken statt kürzen. Dies fordern
der Verband Entwicklungspolitik deutscher
Nichtregierungsorganisationen (VENRO) und das Aktionsbündnis gegen
AIDS im Vorfeld der Wiederauffüllungskonferenz des Globalen Fonds in
New York. Vom 9. bis 15. September finden vor dem Bundeskanzleramt in
Berlin Protestaktionen gegen die Kürzungen statt.
„Wenn der Globale Fonds tatsächlich gekürzt wird, dann hat das
verheerende Folgen für die Menschen in den Entwicklungsländern. Viele
Hilfsprogramme stehen dann vor dem Aus“, so
VENRO-Vorstandsvorsitzender Ulrich Post.
Im Juli wurden Pläne des Entwicklungsministeriums bekannt, wonach
die Mittel für den Globalen Fonds um zwei Drittel gekürzt werden
sollen. Der Fonds benötigt für die nächsten drei Jahre insgesamt
mindestens 20 Milliarden US-Dollar, um den Finanzierungsbedarf der
laufenden und zukünftigen Programme zu decken.
Seit seiner Gründung konnte der Globale Fonds 5,7 Millionen
Menschenleben retten. Damit hat er auch einen wichtigen Beitrag zur
Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele (MDG) geleistet. Dennoch
sterben jährlich fast zwei Millionen Menschen an HIV/ Aids. Ende 2008
hatten immerhin 42 Prozent aller Behandlungsbedürftigen Zugang zu
antiretroviraler Therapie.
Auf der Wiederauffüllungskonferenz im Jahr 2007 warb Angela Merkel
für den Globalen Fonds und appellierte an die Geldgeberstaaten, eine
Grundlage für eine langfristige Finanzierung zu legen. Die G8-Staaten
bekräftigten diese Forderung auf ihrem diesjährigen Gipfel in
Kanada.
„Wir finden es unverantwortlich von der Bundesregierung,
ausgerechnet bei den Ärmsten der Armen den Rotstift anzusetzen.
Offenbar hat das Leben Hundertausender Behandlungsbedürftiger in
Entwicklungsländern keine große Bedeutung“ so Christiane Fischer,
Sprecherin des Aktionsbündnisses gegen AIDS.
Organisiert wird die Aktionswoche vom Aktionsbündnis gegen AIDS
und VENRO. Mitveranstalter von einzelnen Aktionen während der
Aktionswoche sind unter anderem Action for Global Health, Ärzte ohne
Grenzen, der Evangelische Entwicklungsdienst (EED), die Deutsche
Aids-Hilfe, die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), Misereor,
Save the Children, World Vision und One.
Informationen zur Aktionswoche und zu den einzelnen
Veranstaltungen auf www.aids-kampagne.de und www.venro.org
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