„Es klingt paradox, aber Frieden muss erkämpft
werden. Nicht mit Gewalt, sondern konstruktiv,“ darauf weist
Hans-Jörg Friedrich, Sprecher des Konsortium Ziviler Friedensdienst
(ZFD) aus Anlass des Weltfriedenstages der Vereinten Nationen hin.
Dieser Tag soll daran erinnern, dass Konflikte nicht mit Gewalt
ausgetragen werden und in Kriegen enden müssen. „Lokale Initiativen
und die Friedens- und Konfliktforschung haben in den vergangenen
Jahren ein effektives Instrumentarium entwickelt. Der ZFD setzt dies
nun in die Praxis um“, so Friedrich weiter.
Die Mitglieder des Konsortiums Ziviler Friedensdienst und ihre
Partnerorganisationen vor Ort zeigen in der Praxis, dass sich
Konflikte gewaltfrei austragen lassen. Nicht der Konflikt wird als
Problem gesehen. Im Gegenteil, Konflikte sind notwendig als Motor für
Veränderung. Problematisch sind die gewaltsamen Formen der
Auseinandersetzung, von denen in der Regel die Schwächsten am
stärksten betroffen sind.
Zu den klassischen ZFD-Themen gehört der Aufbau von Kooperations-
und Dialogstrukturen über Konfliktlinien hinweg oder zumindest das
Schaffen von Anlaufstellen und gesicherten Räumen, in denen sich
Konfliktparteien begegnen können (z.B. in Südosteuropa oder in
Äthiopien). Bei der ZFD-Arbeit kann es aber etwa auch um
konfliktsensiblen Journalismus (z.B. in Kenia oder im Dreieck von
Kongo, Burundi und Ruanda) gehen oder um den Schutz von
Menschenrechtsaktivisten (z.B. in Guatemala oder in Nepal) oder um
psychosoziale Reintegration von Opfern (z.B. in Südafrika oder
Kambodscha).
Der ZFD unterstützt Menschen und Organisationen in
Konfliktregionen, die ihren Einfluss für Frieden und soziale
Gerechtigkeit geltend machen. Zur Zeit sind 250 ZFD-Fachkräfte in
über 40 Ländern im Einsatz. Sie beraten, trainieren, unterstützen und
tragen die Kernbotschaft des Zivilen Friedensdienstes weiter: dass es
Methoden und Konzepte der gewaltfreien, also der friedlichen
Konfliktbearbeitung gibt.
Hintergrundinformation: Ziviler Friedensdienst
Der Zivile Friedensdienst (ZFD) ist ein aus der Zivilgesellschaft
hervorgegangenes und vom Bundesministerium für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziertes Instrument der
personellen Entwicklungszusammenarbeit. Die Ausbildung und
Vermittlung der ZFD-Fachkräfte wird von sieben deutschen Friedens-
und Entwicklungsdiensten durchgeführt. Seit 1999 arbeiteten mehr als
700 professionell ausgebildete ZFD-Fachkräfte in Krisenregionen in
über 40 Ländern, um zur Krisenprävention, Gewaltminderung und
Konfliktnachsorge beizutragen. Weitere Informationen über den ZFD
finden Sie auf www.ziviler-friedensdienst.org .
Pressekontakt:
Öffentlichkeitsarbeit des Konsortium ZFD
Heike Staff 0228-249 99 18, staff@ziviler-friedensdienst.org
Weitere Informationen unter:
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