Premierminister Mao Chi-kuo drückte heute seine tiefe Anteilnahme am Tod von Lin Kuan-hua, einem Schüleraktivisten, der gegen geplante Veränderungen der Lehrplanrichtlinien von High Schools protestierte, aus. Der Premierminister rief das Land dazu auf, die Ansichten und Wünsche von Lins Eltern zu respektieren.
Der Präsident des Legislativ-Yuans, Wang Jin-pyng, werde sich am Nachmittag mit Mitgliedern der amtierenden und der Oppositionspartei treffen, um zu entscheiden, ob eine Sondersitzung der Legislative abgehalten werden solle, äußerte Premierminister Mao. Falls notwendig werde die Legislative das Bildungsministerium dazu auffordern, einen Sonderbericht zum Inhalt der Lehrplanrichtlinien zu verfassen.
Mao sagte, dass es das besondere Anliegen der Regierung in dieser Angelegenheit sei, Schüler an ihrem Recht auf Lernen nicht zu hindern. Von Anfang an habe die Regierung folgende drei Prinzipien verfolgt:
1. Neue und alte Versionen der Textbücher werden gleichzeitig verwendet. Unterschiede im Material werden nicht in die Aufnahmeprüfungen der Colleges aufgenommen, jedoch werden sie zusätzlich gelehrt.
2. In Zukunft sollen der Entscheidungsprozess und der Mechanismus für die Umstellung von Lehrplänen der High Schools transparenter werden und sämtliche Ansichten einschließen. Dies sei das Ziel der Regierung von Anfang an gewesen.
3. Der Premierminister hofft, dass Bildungsminister We Se-hwa weiterhin mit der Öffentlichkeit über die Umstellung von Lehrplänen in geeigneter Weise kommuniziere.