Präsentation am Leibnitz-Rechenzentrum am 20. Juli in Garching bei München

Präsentation am Leibnitz-Rechenzentrum am 20. Juli in Garching bei München

(NL/1325699356) Regensburg, 20. Juli 2012 – Grabkammern und antike Ausgrabungssorte sind normalerweise nur einem kleinen Kreis von Forschern zugänglich. Andreas Hartmann, ein Regensburger Unternehmer mit Sitz im IT-Speicher, rekonstruiert in Gemeinschaft mit der LMU München und dem LRZ in Garching eine antike Grabkammer und lässt antike Malereien realitätsnah wiedererstehen.

, Bankette, Kampfszenen und ein sich über die gesamte Länge der Grabkammer ausdehnender Trauerzug die Fresken der bemalten Grabkammer sind hervorragend erhalten und gewähren Einblicke in die Bilderwelt und Begräbnisriten der Menschen, die im 5. Jahrhundert v. Chr. in Anatolien gelebt haben. Das Grab stammt aus der Zeit kurz nach der gescheiterten Griechenlandinvasion durch den Perserkönig Xerxes und befand sich im nordlykischen Karaburun, in der heutigen Südtürkei. Auf digitalem Wege ist die Grabkammer nun wieder in ganzer Pracht zu bewundern.

Erstmalige Präsentation der digitalen Wiederherstellung

Die virtuelle Zeitreise nach Anatolien in das Jahr 475. v.Chr. nimmt ihren Ausgangspunkt im Zentrum für Virtuelle Realität und Visualisierung des Leibnitz-Rechenzentrums in Garching bei München, ein Kooperationspartner des Regensburger Unternehmens ebenso wie das Institut für Klassische Archäologie der LMU München. Zusammen mit konstrukt3 präsentiert das LRZ die digitale Wiederherstellung der 1969 entdeckten und lange Zeit aus konservatorischen Gründen der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Grabkammer erstmalig am 20. Juli: in einem Festakt mit Bundesministerin Prof. Dr. Annette Schavan und Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch wird der neue Höchstleistungsrechners „SuperMUC am Leibnitz-Rechenzentrum eingeweiht.

Archäologie, 3D-Design und Supercomputing

Das Demo-Projekt ist gleichzeitig der Auftakt eines der Forschungsfelder des Instituts – die Erforschung historischer Fragestellungen mithilfe moderner Algorithmen. Mit dem Regensburger Unternehmen hat das in diesem Jahr eröffnete Zentrum für Virtuelle Realität einen perfekten Partner gefunden: Geschäftsführer und Gründer Andreas Hartmann ist nicht nur gelernter 3D-Designer sondern hegt auch eine langjährige Leidenschaft für Archäologie. In diesem Projekt verschmilzt archäologisches Wissen mit 3D-Design, Rekonstruktion und Supercomputing, so Hartmann. Wir können Vergangenes wiederbeleben und auf diese Weise archäologisch-historische Inhalte spannend vermitteln, ohne antike Substanz zu gefährden. Der Zeitreisende benötigt für seinen Ausflug in die Antike lediglich eine 3D-Brille.

Weitere Informationen unter:
http://www.konstrukt3.de