Der langjährige „FAZ“-Korrespondent
Günter Bannas verlässt die politische Bühne mit einer versöhnlichen
Bilanz. Eine Vereinnahmung von Journalisten durch Politiker sei in
Berlin nicht stärker als in Bonn: „Früher war keineswegs alles
besser. Beinahe gilt das Gegenteil“, schreibt Bannas in einem
persönlichen Rückblick für die Journalisten-Fachzeitschrift „medium
magazin“. Ende März geht der Leiter des FAZ-Hauptstadtbüros in den
Ruhestand, seine Zeitung ehrt ihn am 20. März in Berlin mit einem
Abschiedsempfang.
Der 65-Jährige, der seit 1981 für die FAZ über Politik aus der
Hauptstadt berichtet – erst aus Bonn, seit 1999 aus Berlin, erinnert
sich, wie Außenminister Hans-Dietrich Genscher in Bonn „diplomatische
Korrespondenten“ um sich scharte, die sich „nahe zu als
außenpolitische Berater des FDP-Politikers fühlten“. So etwas sieht
Bannas in Berlin weitgehend überwunden, selbst wenn Journalisten
immer mal wieder in Jobs als PR-Berater wechselten.
Neue Herausforderungen sieht Bannas in der wachsenden Vielfalt der
Medien und ihrer Ausspielwege auf Papier und online. Doch: „So zu
tun, alles sei heute hektischer als früher, geht fehl“, meint Bannas:
„Heute wie früher gehört die Fähigkeit, eine schnelle Nachricht zu
übermitteln, zur Grundausstattung des Berufs.“
Über diesen Umstand wünscht sich Bannas weniger Klagen und gibt
seinen weiterhin berichtenden, jüngeren Kollegen mit auf den Weg:
„Wer Hitze nicht verträgt, sollte nicht Koch werden wollen“.
Der kompletten Beitrag von Günter Bannas ist dokumentiert auf
www.mediummagazin.de. Der Kommentar ist Bestandteil unserer
Titelthemas „Superzeiten für Politikjournalisten. Oder etwa nicht?“
in „medium magazin“ Ausgabe 02-2018. Das Heft ist digital im iKiosk
verfügbar und kann gedruckt einzeln gekauft oder abonniert werden
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ins aktuelle Heft: http://www.mediummagazin.de/medium-magazin-022018/
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