
Seit April 2016 hatten zahlreiche Medien über die zahlreichen von der panamaischen „Kanzlei Mossack Fonseca“ gegründeten Briefkastenfirmen berichtet.
In Offshorefirmen sollen auch mit Hilfe von Kreditinstituten Prominente, Politiker und Sportler ihr Vermögen vor dem Zugriff der Finanzverwaltung geparkt haben.
Weltweite Ermittlungen im Zuge der „Panama Papers“ und eine neuerliche Debatte über Steueroasen und Geldwäsche sind die Folge.
Zuvor wurde seit 2014 über den seit 2016 greifenden Automatischen Informations Austausch (AIA) der Banken im Zusammenhang mit dem COMMON REPORTING STANDARD / CRS diskutiert und verhandelt.
Ziel all dieser Maßnahmen ist der Kampf gegen Geldwäsche und Steuerverkürzung
auf globaler Ebene. Mit der BMF-Mitteilung vom 03.06.2016 erfolgte im Rahmen einer nationalen Inititative in Deutschland der nächste Paukenschlag mit zahlreichen geplanten Verschärfungen. Neuerliche erweiterte Anzeige- und Auskunftspflichten der Banken, einer Mithaftung von Banken bei Steuerausfällen, bis hin zur Abschaffung des Bankgeheimnis nach §30 AO (Abgabenordnung) stehen auf der Tagesordnung.
Unter Würdigung (noch) geltender Datenschutzbestimmungen, sollen zukünftig Daten über die zuständigen Betriebsstättenfinanzämter der Banken an die jeweiligen Wohnfinanzämter der Kontoinhaber bzw. wirtschaftlich Berechtigten bei Beteiligungen oder wirtschaftlichen Beziehungen zu sog. „Briefkastenfirmen“ erfolgen.
Die Möglichkeit von automatisierten Kontenabrufverfahren und die Möglichkeit von Sammel-Abfragen, erweiterte Legitimationsprüfungen, sowie die Erfassung von Steuer-Identifikationsnummern von Konteninhabern bzw. wirtschaftlich Berechtigten sollen legitimiert werden.
In einer sich weiter aufbauenden Podcast-Reihe klären wir über Details des seit 2016 greifenden COMMON REPORTING STANDARD / CRS und die Auswirkungen der BMF-Mitteilung vom 03.06.2016 kurz und prägnant auf.
Die Themen-Chronologie finden Sie unter unserer Video-Audio Site auf unserer
Website.
Hören Sie alle wichtigen Details zu den bereits bestehenden Maßnahmen und zu den geplanten Maßnahmen. Wissensmanagement auf den Punkt gebracht.