Pflegeheim-Immobilien 2020: Kirchliche Heimbetreiber melden sich zurück

An der Spitze der geplanten Neueröffnungen liegen derzeit kirchliche Heimbetreiber. Sie zeigen sich damit vital, denn gleichzeitig müßen sie hohe Investitionen in ihre Bestandsbauten verkraften, deren Eigentümer sie häufig auch sind.
Hier ist der Modernisierungsbedarf hoch, denn rund um das Jahr 2019 treten neue gesetzliche Regelungen in Kraft, nach denen jede Pflegeeinrichtung einen Einzelzimmeranteil bundeslandabhängig von bis zu 100% vorhalten müßen. Angeboten werden in Bestandsbauten freigemeinnütziger Träger aber überwiegend Doppelzimmer,
Nur die privaten Betreiberketten, deren Einrichtungen überwiegend nach den 1990er Jahren enstanden sind, haben deutlich weniger Sanierungsdruck und können sich auf neue Pflegeheime fokussieren.
Die meisten Neubauprojekte entstehen im „Wir-können-alles“-Bundesländle, noch vor dem bevölkerungsreichsten Bundesland NRW. Allerdings ist die durchschnittliche Bettenzahl je Heim hier kleiner als in NRW.
Hoch bleibt die Zahl der Umsetzung des Wohngruppenprinzips. Auch bestehende Pflegeeinrichtungen nutzen Umbaumaßnahmen häufig zu deren Einführung. Dabei werden meist 10-15 Heimbewohner im Sinne einer Großfamilie zu einer Gruppe zusammengefasst, die ihren Alltag mit gegenseitiger Unterstützung gemeinsam bewältigen.
Dies wirkt sich auf die Infrastruktur eines Pflegeheimes aus, weil bspw. Großküchen oder Hauswäschereien kleiner oder ganz ausfallen, dafür etwa mehr Wohnküchen oder handelsübliche Waschmaschinen benötigt werden.
Die Trendreport-Übersicht für den Zeitraum 2017-2020 kann kostenlos von der marktdialog-Website abgerufen werden. Der vollständige Report mit den Detaildaten ist kostenpflichtig.

Hanau, 09.05.2016