Der Linksnationalist Ollanta Humala hat vermutlich die Präsidentschaftswahlen in Peru gewonnen. Zu diesem Ergebnis kommen die drei Meinungsforschungsinstitute Ipsos Apoyo, Datum Internacional und CPI, die Wähler nach der Stimmabgabe am Sonntag befragten. Demnach komme Humala auf mehr als 52 Prozent der Stimmen, seine Rivalin, die rechtskonservative Keiko Fujimori, auf knapp 48 Prozent. Die beiden Kandidaten hatten sich vor der Stichwahl ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Humala versuchte im Wahlkampf, sich von dem venezolanischen Staatschef Hugo Chávez zu distanzieren und suchte stattdessen die Nähe des in Peru populären ehemaligen Präsidenten Brasiliens, Lula da Silva. Fujimoris Vater ist ein ehemaliger Präsident Perus und sitzt wegen Menschenrechtsverletzungen und Korruption im Gefängnis. Die Kandidatin hatte sich im Wahlkampf ausdrücklich zu ihrem Vater bekannt. Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa bezeichnete die Alternative zwischen Fujimori und Humala als eine „Wahl zwischen Aids und Krebs“.
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