ots.Audio: 70 Prozent der Weltbevölkerung wohnen 2050 in Städten – Nutzfahrzeug-Industrie stellt sich auf Wandel der Transportwege ein – Elektroantriebe und Hybridkonzepte im Fokus der IAA Nutzfahrzeuge

Anmoderation:

Emotional und dramatisch war gestern Abend (Montag, 20. September
2010) der Auftakt zur 63. IAA-Nutzfahrzeuge in Hannover. Traditionell
hatte die Daimler AG am Vorabend des ersten Pressetages die
Weltpresse in die Messehalle 14/15 geladen. Unter den Klängen des
Hits „The Final Countdown“, instrumentiert mit Truck-Signalhörnern,
fiel ein überdimensionaler Vorhang und öffnete die gigantische
Messehalle für die ersten Besucher:

1. O-Ton Atmo

(0:24)

In seiner Rede sprach Daimler-Nutzfahrzeug-Vorstand Andreas
Renschler über die vergangenen zwei schweren Jahre, in denen die
Nutzfahrzeugindustrie durch die Weltwirtschaftskrise gravierende
Rückschläge einstecken musste. Als Athlet, der nach schwerer
Verletzung wieder zurückkommt, bezeichnete er seine Branche. Ein
Athlet, auf den große Herausforderungen zu kommen:

2. O-Ton Andreas Renschler

Natürlich hat der Transport an sich auch noch mal die
Herausforderung, dass man davon ausgeht, dass bis 2050 oder darüber
die Urbanisation weiter nach vorne schreitet. Es gibt Schätzungen,
dass 70 Prozent der Bevölkerung bis dahin in großen Städten leben.
Die Notwendigkeit zu Transporten wird größer, und die Emissionen
sollen geringer werden. (0:22)

Um den Warenbedarf dieser Menschen in den Städten zu erfüllen,
bedarf es ausgeklügelter Transportlösungen. Entsprechend optimistisch
ist die Nutzfahrzeugindustrie vor dem Start der IAA. Die Nachfrage in
West- und Ost-Europa steigt nach den beiden Krisenjahren 2008 und
2009 wieder kontinuierlich an. In Ländern wie China oder Indonesien
erwartet die Branche dieses Jahr einen Zuwachs von 87 Prozent. Diese
Länder brauchen vor allem große, leistungsfähige Fahrzeuge:

3. O-Ton Andreas Renschler

Diesel wird bei uns immer weiter entwickelt werden müssen, denn
schwere Geräte wie ein Baustellenfahrzeug beispielsweise werden in
nächster Zeit nicht ohne Diesel auskommen. Aber es gibt natürlich,
gerade in den Städten, den so genannten Delivery-Verkehr, also
Verteilerverkehr. Und dort kann man sich schon verschiedene
alternative Antriebe von Gas über Hybrid bis hin zu Fuel-Cell dann
vorstellen. Und das ist dann schon die länger gesteckte
Zukunftsvision, die wir haben. (0:27)

Auf der 63. IAA demonstriert die Nutzfahrzeugindustrie, wohin der
Weg geht: leise und abgasreduzierte Nutzfahrzeuge finden sich auf
vielen Ständen. LKW mit Elektroantrieb oder mit Hybridtechnik werden
gezeigt, Busse sollen in Zukunft lautlos durch die Städte rollen.

4. O-Ton Andreas Renschler

Wir zeigen schon sehr viel. Wir haben den ersten Serien-Hybrid
heute auf der Straße, der wird verkauft. Wir haben Fuel-Cell-Busse,
also Wasserstoff-Busse, die wir bereits als Pilotprojekte verkaufen.
Es gibt vieles, was man machen kann und was wir heute auch schon
zeigen. Da sind wir ganz gut unterwegs. Und die Welt wird sich dort
in der Tat schon noch einiges an Veränderungen anschauen müssen.
(0:21)

Abmoderation:

Auf der 63. IAA-Nutzfahrzeuge stehen umweltfreundliche Lkw, Busse
und Transporter im Mittelpunkt. Die Messe startet heute (21.9.) für
die internationale Fachpresse und wird am Donnerstag (23.9.) von
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen offiziell eröffnet.

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