Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG (Rostock) zum Mordprozess Dominik Brunner:

Der Tod des Dominik Brunner hatte damals
deutschlandweit für Bestürzung gesorgt. Der bayerische Manager hatte
sich im September 2009 auf einem Münchner S-Bahnhof schützend vor
vier Schüler gestellt. Stunden später war Brunner tot. Nun, während
sich die gerichtsbekannten Schläger im Prozess verantworten müssen,
sorgt der Fall erneut für Aufsehen. Offenbar hatte Brunner in der
Extremsituation damals zuerst zugeschlagen und überdies erlag er
einem Herzversagen. Natürlich wittert die Verteidigung nun
Morgenluft, um die gegen ihre Mandanten erhobene Mordanklage zu
entkräften. Das ist ihr Recht – ob das gerecht ist, steht auf einem
anderen Blatt. Die jetzt nachgereichten Tatsachen ändern jedenfalls
nichts daran – Dominik Brunner war und bleibt jener beherzte Mann,
der sein Leben für bedrängte Kinder aufs Spiel gesetzt und verloren
hat. 44 Verletzungen haben die Gerichtsmediziner festgestellt und –
ein vergrößertes Herz. Ein großes Herz, wie wahr! Brunners
Gerechtigkeitsempfinden war stärker als seine Angst um persönliche
Unversehrtheit. Deshalb: Brunner bleibt ein Held.

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