„Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Big Player des Internets versuchen werden, den Banken einen großen Teil des Zahlungsverkehrs abzunehmen“, ist Dr. Björn Schäfers, Geschäftsführer der shopping24 internet group, sicher. Schäfers muss es wissen. Er ist ein gefragter eCommerce-Fachmann und hat für die Otto Gruppe u.a. Shopping-Portale wie smatch.com aufgebaut.
Nicht nur Schäfers fragt sich: „Noch kooperieren die Internet-Riesen mit Banken und Kreditkartenprovidern. Doch was hält sie davon ab, über die ureigenste Aufgabe von Banken, die Abwicklung des Zahlungsverkehrs, hinaus weitere Bankleistungen anzubieten?“
Für die „Großen fünf“, wie Schäfers die Online-Giganten Google, Facebook, Apple, Amazon & eBay nennt, sei es ein Leichtes, mit einer kleinen Bank gemeinsame Sache zu machen und mit deren Banklizenz den ohnehin gebeutelten europäischen Finanzmarkt aufzumischen. „Sie haben das Online-Know-how, eine breite Kundenbasis, die ihnen vertraut, und bereits bestehende Payment-Infrastrukturen“, so Schäfers. „Und sie sind um Welten agiler im Online-Markt als beispielsweise die deutschen Banken. Warum sollte also aus einem Nutzerkonto nicht auch ein Girokonto werden?“ Wo das hinführen kann, könne sich jeder selbst ausmalen.
„Für Banken wird es daher höchste Zeit. Sie müssen die technischen Möglichkeiten im Internet nutzen und selbst zu Innovationstreibern zu werden. Sonst werden sie überholt und verlieren weiter an ihrer bisherigen Stärke, der persönlichen Kundenbeziehung und damit der Kundenbindung“, pflichtet Dr. Rainer Fuchs, Vertriebsvorstand der XCOM AG bei. „Das gilt gleichermaßen für das Privat- wie auch das Geschäftskundensegment“.
Über diese und weitere Markt- und Branchenszenarien diskutierten rund 30 Top-Führungskräfte des Bankensektors auf dem 1. Norddeutschen eFinance-Forum, zu dem der Willicher IT-Dienstleister XCOM nach Hamburg eingeladen hatte.
Eine ausführliche Berichterstattung finden Sie in der November-Ausgabe des Bankmagazins (www.bankmagazin.de).
Weitere Informationen unter:
http://www.xcom.de