Online-Banking wird sicherer – Postbank ist Testsieger

Online-Banking wird sicherer – Postbank ist Testsieger

Der Testsieger Postbank hat seine Kunden bereits jetzt flächendeckend mit den sicheren Verfahren mTAN und Flickercode versorgt, daneben sticht die Fülle an online nutzbaren Funktionen hervor – was im Test ebenso bewertet wurde wie die Verfügbarkeit mobiler Dienste und die Kosten.
Wie CHIP berichtet, rüsten aber immer mehr traditionelle Banken auf die neuen Sicherheitstechniken auf – das allerdings hat seinen Preis. CHIP rechnet etwa vor, dass für ein Beispiel-Konto bei der Deutschen Bank stolze 105,34 Euro im Jahr fällig werden. Ein vergleichbares Konto bei der ING-DiBa kostet nur 2,40 Euro, allerdings belegt diese, wie viele Direktbanken, in der Sicherheitswertung nur einen der hinteren Plätze.

CHIP erklärt auch, warum die neuen Verfahren sicherer sind: „Alle haben eines gemeinsam“, so CHIP-Redakteur Dominik Hoferer. „Sie lösen die bisher gängigste Methode mit auf Papier gedruckten Transaktionsnummern (TANs/iTANs) ab. Stattdessen werden diese bei Online-Banking-Geschäften unabdingbaren TANs auf andere Weise generiert.“

Hier die neuen, sichereren Methoden im Ãœberblick:

– mTAN: Bei der mobilen TAN wird bei jedem Bankgeschäft eine individuelle TAN generiert und per SMS an den Kunden geschickt. Sie gilt nur wenige Minuten und ist an die Kontodaten des Empfängers gekoppelt. Viele Banken verlangen pro mTAN-SMS eine Gebühr von neun bis zwölf Cent.
– Flickercode oder chip-TAN: Bei dieser Methode muss der Bankkunde seine EC-Karte in ein kleines Gerät, den sogenannten Flickercode-Generator, stecken. Will er ein Bankgeschäft online abschließen, erscheint eine flackernde Grafik im Banking-Portal auf dem PC-Monitor, vor die der Kunde den Flickercode-Generator hält. Dieser nimmt das Flackern auf und generiert eine TAN-Nummer, die der Nutzer wie gewohnt auf der Banking-Seite eingibt.

„Natürlich reagieren auch die Hacker auf die neuen Methoden“, so Dominik Hoferer. „In Einzelfällen ist es Betrügern bereits gelungen, Handys zu übernehmen und so die SMS-TAN abzufangen.“ Dennoch seien die neuen Methoden deutlich sicherer als ihre Vorgänger. „Ein Umstieg ist absolut zu empfehlen“, so das Fazit des CHIP-Experten.

Entscheidungshilfe bei der Wahl der Online-Banking-Methode sowie alle Ergebnisse des großen Online-Banken-Tests finden Sie in der aktuellen Ausgabe der CHIP 07/2011.