Der Chef der österreichischen Nationalbank und Mitglied des EZB-Rates, Ewald Nowotny, erwartet vorerst keine Änderung der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wegen des Bebens in Japan. „Ich persönlich sehe noch keine grundlegende Änderung der Lage, die wir auf der letzten Sitzung analysiert haben. Aber natürlich müssen wir unsere Analyse bei neuen Erkenntnissen noch genauer ausarbeiten“, sagte Nowotny gegenüber der „Welt“ (Donnerstagsausgabe). Im März hatte die EZB überraschend angekündigt, die Zinsen bald erhöhen zu wollen. Außerdem glaubt der 66-Jährige, dass Europas Wirtschaft wenig unter der Katastrophe in Japan leiden wird. „Europas Wirtschaft dürfte vergleichsweise weniger von der Katastrophe getroffen sein. Die asiatischen Staaten und Australien sind dagegen deutlich enger mit Japan verflochten. Es ist aber zu früh, um exakte Aussagen treffen zu können“, sagte Nowotny.
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