Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) sind
einen großen Schritt zur Harmonisierung des europäischen Bahnverkehrs
gegangen. Partner bei der Einführung des European Train Control
System (ETCS) Level 2 ist einer der größten unabhängigen
Dienstleister im Bereich technische Ausrüstung für Bahnen, die TÜV
SÃœD-Tochter SIGNON aus Berlin. In den kommenden drei Jahren werden
insgesamt knapp 600 Kilometer Schienenstrecke mit der neuen
Technologie ausgestattet. Die Experten von SIGNON unterstützen die
Nachbarn von der Planung über die Projektierung bis hin zur konkreten
Umsetzung und Prüfung.
Ob von Wien nach St. Pölten oder von Kufstein zum Brenner:
Bahnstrecken in Österreich werden sukzessive mit dem neuen
Europäischen Sicherheitsstandard ETCS Level 2 ausgerüstet. Kernstück
der Innovation gegenüber ETCS Level 1: Bisher lieferten Datenpunkte
im Gleisbett beispielsweise Informationen über die Geschwindigkeit
oder die korrekte Fahrstrecke. Bei Level 2 werden alle Informationen
per Funk über GSM-R (Global System Mobile Communications – Railway)
an die Züge vermittelt. Das Ergebnis: Mehr Sicherheit und
Zuverlässigkeit, weil auf herkömmliche akustische oder optische
Signale verzichtet werden kann. Dazu Klaus Bosch, Geschäftsführer von
TÃœV SÃœD Rail: „Mit der Umrüstung der österreichischen Bahnstrecken
auf ETCS Level 2 gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung
einheitliche Signaltechnik auf europäischen Bahnstrecken. Die
Experten unseres Tochterunternehmens SIGNON unterstützen die ÖBB
dabei entlang der gesamten Prozesskette: Von der Planung und
Projektierung über Consulting bis hin zur konkreten Umsetzung.“
Dazu haben die Fachleute in einem ersten Schritt die technischen
und betrieblichen Grundlagen für den Einsatz von ETCS Level 2 in
Österreich definiert sowie einheitliche Regeln und Vorschriften zur
Planung für alle zukünftigen ETCS-Projekte auf den Strecken im
Nachbarland entworfen. Dazu gehörten auch das Festlegen technischer
Schnittstellen sowie das Management kryptografischer Schlüssel für
die sichere GSM-R-Ãœbertragungstechnik. Mit im Dienstleistungspaket
der Bahntechnikspezialisten sind zudem die Begleitung und Ãœberwachung
von Auftragnehmern sowie sicherheitsrelevante Tests und Abnahmen. Zum
Auftrag gehören außerdem die komplette Ausführung und Detailplanung
für die Gewerke Elektrotechnik, Telekommunikation und Tunnelfunk.
TÜV SÜD Rail stellt mit dem Großprojekt seine Leistungsfähigkeit
und Partnerschaft bei der Umsetzung internationaler Bahnprojekte ein
weiteres Mal unter Beweis. Das Unternehmen hat in den vergangenen
Jahren gezielt seine Angebotspalette in den Bereichen Planprüfung und
Abnahme von Anlagen der Leit- und Sicherungstechnik erweitert und
dazu die Unternehmen ISV mbH, INGENO Europrojekte GmbH und die ECG AG
unter dem Dach der SIGNON zusammengefasst. Hintergrund ist die stark
angestiegene Nachfrage nach Planungs- und Prüfkapazitäten durch die
weitere Vereinheitlichung europäischer Zugleitsysteme. Dadurch hat
das Unternehmen seine Position bei der Vergabe internationaler
Bahnprojekte weiter gestärkt. Bosch: „Mit dem gebündelten Know-how
unter dem Dach der SIGNON können wir unsere Kunden umfassender und
aus einer Hand beraten. Wichtige Voraussetzungen für unseren Erfolg
bei der Ausschreibung von Bahnprojekten, die – wie am Beispiel ÖBB
zu sehen ist – immer häufiger nur über alle technischen Gewerke
hinweg vergeben werden.“
Das gilt gerade für das Auslandgeschäft. Ob in Abu Dhabi,
Südafrika oder der Türkei: Deutsches Expertenwissen ist bei der
Realisierung großer Bahnprojekte mehr gefragt denn je. Außer in
Österreich ist TÜV SÜD Rail aktuell tätig für Bahnprojekte in
Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen und den Niederlanden. Das
Unternehmen betreut ebenfalls ausgewählte Projekte in osteuropäischen
Staaten, in der Türkei sowie in Saudi Arabien. Das
Dienstleistungs-Portfolio von TÃœV SÃœD Rail richtet sich an
Infrastrukturgesellschaften, Eisenbahnverkehrsunternehmen,
Zulassungsbehörden und Eisenbahnministerien auf der ganzen Welt. Zu
den Kunden gehören aber auch Firmen, die Bahngesellschaften als
Bauherren vertreten, sowie die Lieferindustrie.
Weitere Informationen unter www.tuev-sued.de/rail .
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Frank Volk
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