Die Euro-Krise hat sich entspannt, doch ist sie nach Ansicht internationaler Ökonomen noch lange nicht vorbei. Laut einer Umfrage der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwochsausgabe) bleibe eine Mehrheit skeptisch. „Es war ein Riesenfehler, den Euro einzuführen, bevor eine Fiskalunion, eine Bankenunion und ein erhebliches Maß an politischer Union besteht“, sagte beispielsweise Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff, der einstige Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds. Die meisten Ökonomen bezweifeln, dass nachholende Reformen ausreichen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Krisenländer wiederherzustellen, schreibt die Zeitung weiter. „Die kritische Masse an Reformen ist in den wenigsten Ländern erreicht worden“, so Jürgen Stark, der frühere Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank. Es gebe zunehmende Reformmüdigkeit.
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