„Die 63. IAA Nutzfahrzeuge startet mit einem
neuen Rekord von 272 Weltpremieren – und mit konjunkturellem
Rückenwind. Weltweit steigt die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen, die
Talsohle ist durchschritten. Während der Weltmarkt für schwere
Nutzfahrzeuge in diesem Jahr um 10 Prozent auf 2,4 Mio. Fahrzeuge
steigen wird, erwarten wir für die deutschen Hersteller von schweren
Lkw ein Exportwachstum von 40 Prozent. In ähnlicher Größenordnung
wird sich die Lkw-Produktion in Deutschland erhöhen“, betonte
Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie
(VDA), auf einer Pressekonferenz eine Woche vor Beginn der weltweit
wichtigsten Mobilitäts- und Transportmesse. Die 63. IAA Nutzfahrzeuge
wird vom VDA veranstaltet und findet vom 23. bis 30. September in
Hannover statt.
Der VDA-Präsident wies allerdings auch darauf hin, dass trotz der
erfreulich hohen Wachstumsraten das Vorkrisenniveau auf den Märkten
noch nicht wieder erreicht sei. Im vergangenen Jahr war der Absatz
von schweren Nutzfahrzeugen (über 6t) in Europa um fast die Hälfte
eingebrochen. „Wir haben also noch eine längere Wegstrecke vor uns,
aber die Richtung stimmt – es geht voran.“
„Die IAA hat sich trotz Krise als äußerst stabil erwiesen und ihre
Position als weltweite Leitmesse weiter ausgebaut“, so Wissmann.
Während im vergangenen Jahr nahezu alle anderen Nutzfahrzeugmessen
abgesagt wurden, übertrifft die 63. IAA Nutzfahrzeuge mit 1.748
Ausstellern aus 42 Ländern das hohe Niveau von 2006 um 12 Prozent.
Auf der IAA werden mehr Weltpremieren denn je zu sehen sein:
„Keine andere Nutzfahrzeugmesse weltweit bietet mehr Neuheiten als
die IAA. Mit 272 Weltpremieren haben wir sogar den bisherigen
Spitzenwert der letzten IAA toppen können. Dies ist ein
eindrucksvoller Beweis für die hohe Qualität und internationale
Bedeutung der IAA“, betonte Wissmann.
Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Frau Ursula von der
Leyen, sowie David McAllister, Ministerpräsident von Niedersachen,
werden am 23. September die IAA eröffnen. Die Messe hat das Motto:
„Nutzfahrzeuge: Effizient, flexibel, zukunftssicher“. „–Effizient–
deshalb, weil das Nutzfahrzeug seinen Kraftstoffverbrauch konsequent
senkt – und dabei auch auf alternative Antriebe setzt. –Flexibel–,
weil nur das Nutzfahrzeug die Güter direkt von Tür zu Tür
transportiert – und damit Vorteile gegenüber anderen Verkehrsträgern
aufweist. Und –zukunftssicher–, weil die Herausforderung künftig
steigender Gütertransporte nur mit dem Nutzfahrzeug gemeistert werden
kann“, unterstrich Wissmann.
Auf der IAA werden zahlreiche Transporter und Busse mit
alternativen Antriebsarten – vom Hybrid bis zum Elektro-Fahrzeug – zu
sehen sein. Der schwere Lkw im Fernverkehr hingegen setzt auch
künftig auf den verbrauchsoptimierten und schadstoffarmen Clean
Diesel.
Neben einer Vielzahl von Effizienzsteigerungen, die
Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen von Nutzfahrzeugen senken,
werden auf der IAA zahlreiche intelligente Lösungen gezeigt, die die
Sicherheit beim Transport verbessern, etwa der Notbremsassistent oder
der Spurverlassenswarner.
Wissmann betonte: „Die Stärke der IAA liegt – neben dem –Festival
der Innovationen– – in der Vollständigkeit der gesamten Branche, die
sich in Hannover präsentiert: vom schweren Lkw über Transporter und
Busse, Anhänger- und Aufbauten bis hin zu den vielen Zulieferern und
Dienstleistern rund um das Nutzfahrzeug.“
Den Löwenanteil mit 55 Prozent an den Ausstellern haben die
Zulieferunternehmen, von denen 954 auf der IAA vertreten sein werden.
Die zweitstärkste Ausstellergruppe sind mit 204 Unternehmen die
Anhänger- und Aufbautenhersteller, gefolgt von 146 Firmen der
Transportlogistik. 60 Aussteller zeigen Omnibusse. Lkw-Hersteller
sind mit 46 Ausstellern vertreten, hinzu kommen 34 Hersteller
leichter Nutzfahrzeuge.
56 Prozent der Aussteller haben ihren Firmensitz außerhalb
Deutschlands. Spitzenreiter ist die Türkei mit 136 Ausstellern,
gefolgt von China mit 117 Ausstellern, die ihre gebuchte Fläche auf
der IAA deutlich erhöht haben. Die gesamte IAA-Ausstellungsfläche
umfasst 235.000 Quadratmeter. Länderschwerpunkte sind in diesem Jahr
die Benelux-Staaten, China, Indien und die Türkei. Die IAA ist zudem
ein großer, internationaler Kongress: Auf 40 Fachveranstaltungen des
VDA sowie weiteren 50 Veranstaltungen der Aussteller werden alle
Themen des Transports, der Logistik und der Mobilität umfassend
behandelt.
Besonderes Augenmerk widmet die IAA traditionell dem
Ingenieurnachwuchs. Im Rahmen von „GoIng“ informieren zahlreiche
Zulieferunternehmen – von Behr und Bosch bis ZF – sowie die
Automobilhersteller Daimler, MAN und Volkswagen interessierte Schüler
über Karrierechancen in der Automobilindustrie. Hinzu kommt die
IAA-Schulklassenaktion, zu der sich über 100 Klassen und Kurse mit
insgesamt rund 2.500 Schülerinnen und Schülern angemeldet haben.
Erstmals wendet sich der Verband der Automobilindustrie außerdem mit
dem „VDA Recruiting Tag“ an bereits Studierende der
Ingenieurwissenschaften in den Anfangssemestern. Wissmann betonte:
„In den ersten Studiensemestern wird die Entscheidung getroffen,
welche Spezialisierung die jungen Leute innerhalb der Fachdisziplin
treffen wollen. Der richtige Zeitpunkt also, um auf den spannenden
Ingenieurberuf in der Automobilindustrie aufmerksam zu machen!“
Weitere umfassende Informationen zur IAA sind unter www.iaa.de zu
finden.
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Eckehart Rotter
VDA
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