Nur die Hälfte der Deutschen bewegt sich regelmäßig

Nur die Hälfte der Deutschen bewegt sich regelmäßig
Immer mehr Unternehmen setzen auf Betriebliches Gesundheitsmanagement
 

Wie es um das Bewegungsverhalten der Menschen in Deutschland steht – im Job und nach Feierabend – hat die Techniker Krankenkasse (TK) zum dritten Mal mit einer bundesweiten repräsentativen Befragung analysiert. Die Ergebnisse zeigen eine Spaltung der Deutschen auf. Der Hälfte der Menschen fällt es schwer, sich regelmäßig zu bewegen. Eine der Aufgaben kommender Nachwuchskräfte in der Fitness- und Gesundheitsbranche ist es, die sogenannten „Sportmuffel“ zukünftig für Bewegung und einen gesunderen Lebensstil zu begeistern.

Im Januar 2016 befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa für die Untersuchung der Techniker Krankenkasse 1.210 deutschsprachige Personen ab 18 Jahren zu ihrem Bewegungsverhalten in Alltag, Freizeit und Beruf. Anhand der Ergebnisse können die Angebote für Prävention und medizinische Versorgung auf die Bedürfnisse der Versicherten ausgerichtet werden.

Die Studie „Beweg Dich, Deutschland!“ 2016 zeigt auf, dass Deutschland gespalten ist, was das Bewegungsverhalten angeht. Die Hälfte der Menschen in Deutschland ist sportlich aktiv – in unterschiedlicher Intensität. Die andere Hälfte bezeichnet sich selbst als Antisportler. Wer sich nicht für Sport begeistern kann, bewegt sich auch im Alltag weniger, erledigt auch kurze Wege mit dem Auto oder nimmt den Fahrstuhl statt der Treppe.

Zum einen liege das an der Digitalisierung, durch die sich die Menschen viele Wege sparen. Dies führe dazu, dass der Aktionsradius oft immer kleiner wird. Mehr als jeder Dritte bewege sich im Alltag weniger als eine halbe Stunde. Ein weiteres Drittel bleibt unter einer Stunde. Das sei definitiv zu wenig, heißt es von der TK, die weitere Erkenntnisse bekannt gab. Der Studie zufolge sitzen die Menschen in Deutschland ihren Alltag buchstäblich aus. Vier von zehn Befragten arbeiten fast ausschließlich im Sitzen. Und obwohl sich gut die Hälfte im Alltag gern mehr bewegen würde, verbringen die Menschen auch in ihrer Freizeit durchschnittlich gut drei Stunden täglich sitzend.

Sportpsychologe Prof. Dr. Jan Mayer von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, der auch die Fußballprofis der TSG 1899 Hoffenheim betreut: „Den Allermeisten ist schon klar, dass ihnen Sport gut täte. Laut den Befragungsergebnissen fehlt es aber jedem Zweiten an Motivation. Der Anreiz, ein langes gesundes Leben zu führen, scheint abstrakter als der Feierabend, der gerade direkt vor einem liegt und gern auf der Couch verbracht werden möchte.“ Die Studiendaten belegen das: Mehr als 40 Prozent der Befragten, bei jungen Erwachsenen sogar 55 Prozent, sagen, dass sie den Feierabend am liebsten auf der Couch verbringen.

Wichtig sei deshalb, „die innere Software so zu programmieren, dass man aktiv wird“, so Mayer. „Jede Aufgabe fällt leichter, wenn man für sich einen Sinn darin erkennt“, so der Sportpsychologe, der im Zuge der Studie auch im RTL Nachtjournal befragt wurde.

Die Motive können ganz unterschiedlich sein: Gesundheit, eine gute Figur oder Ausgleich zum stressigen Alltag. Fast sechs von zehn Befragten würden aktiv werden, um gesundheitliche Beschwerden zu vermeiden. Auch finanzielle Unterstützung von der Krankenkasse (33 Prozent) oder dem Arbeitgeber (21 Prozent), bessere Karriereaussichten (15 Prozent) sowie Kritik des Partners (28 Prozent) könnten Anreize sein. Aber: 15 Prozent der Teilnehmer sagen, dass sie nichts davon motivieren könnte, sportlich aktiv zu werden.

Und das hat Konsequenzen für die Gesundheit: Eine Analyse der Fehlzeiten, die die TK ebenfalls heute vorstellte, zeigt, dass sich der gesellschaftliche Stillstand bereits auf die Gesundheit auswirkt: 2015 waren die TK-versicherten Erwerbspersonen durchschnittlich 15,4 Tage krankgeschrieben. Das entspricht einem Krankenstand von 4,23 Prozent, dem höchsten seit Beginn der TK-Gesundheitsberichterstattung. Mit drei Tagen pro Kopf entfällt der größte Anteil dabei auf Krankheiten des Bewegungsapparats. Zivilisationskrankheiten wie Rückenbeschwerden, Typ2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Beschwerden nehmen zu. Schon bei den 18- bis 39-Jährigen gibt jeder Siebte an, aufgrund einer chronischen Erkrankung in regelmäßiger Behandlung zu sein.

Mit der Deutschen Hochschule/BSA-Akademie zum Branchenexperten qualifizieren
Die eigenen Mitarbeiter regelmäßig zu bewegen, ist auch im Interesse von immer mehr Unternehmen. Dadurch können Fehltage der Mitarbeiter wegen Krankheit reduziert und somit ihre Arbeitsproduktivität gesteigert werden. Das eröffnet wiederum gute berufliche Perspektiven und Aufgabenprofile für alle, die in der Fitness- und Gesundheitsbranche einsteigen möchten, gerade auch im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement DHfPG bietet die Möglichkeit, sich mit dualen Bachelor-Studiengängen aus der Zukunftsbranche Prävention, Fitness, Sport und Gesundheit zum Fitness- und Gesundheitsexperten zu qualifizieren. Das Studiensystem besteht dabei aus einem Fernstudium mit kompakten Präsenzphasen an einem der bundesweiten Studienzentren sowie einer betrieblichen Ausbildung. Die Studierenden profitieren von einem staatlich anerkannten Hochschulstudium und branchenrelevanter Berufserfahrung schon während des Studiums. Sie können schon während des Studiums Stück für Stück mehr Verantwortung im Betrieb übernehmen. Die Ausbildungsbetriebe übernehmen in der Regel die Studiengebühren und zahlen ein „Azubigehalt“. Derzeit bietet die DHfPG fünf duale Bachelor-Studiengänge an. Dazu gehören Fitnessökonomie, Fitnesstraining, Sportökonomie, Gesundheitsmanagement und Ernährungsberatung.

Nebenberuflicher Einstieg mit der BSA-Akademie
Wer zunächst nebenberuflich in die Fitness- und Gesundheitsbranche einsteigen möchte oder das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) bei seinem Arbeitgeber koordinieren und verantworten möchte, kann sich mit den staatlich geprüften und zugelassenen Qualifikationen des DHfPG-Schwesterunternehmens BSA-Akademie dafür qualifizieren. Sie bestehen aus Fernlernen und kompakten Präsenzphasen an bundesweiten Lehrgangszentren und sind somit auch ideal nebenberuflich zu absolvieren. Gerade der Fachbereich Betriebliches Gesundheitsmanagement wird unter den insgesamt über 60 Qualifikationen im Angebot der BSA-Akademie immer stärker nachgefragt. Dazu gehören die Lehrgänge, Fachkraft für betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK), Berater für Firmenfitness, Betrieblicher Gesundheitsmanager, Gesundheitsexperte – Ergonomie und Rückengesundheit, Gesundheitsexperte – Förderung der psychosozialen Gesundheit, Gesundheitsexperte für KMU sowie der Profiabschluss Manager für betriebliches Gesundheitsmanagement. Mit BGM erschließen sich auch für Fitness- und Gesundheitsunternehmen sowie für selbstständige Trainer und Berater neue Einnahmequellen. Sie können genau die richtigen Partner von Betrieben im Rahmen eines umfassenden BGM-Projektes sein, wenn die notwendigen speziellen Kompetenzen vorhanden sind.