Radebeul, 21. März 2011. Die Nuss-Nougat-Creme Nudossi ist 2010 weiter gewachsen: Nach dem Rekordabsatz von 1.200 t in 2009 konnte die Traditionsmarke ihren Absatz vergangenes Jahr nochmals um 10 Prozent steigern. Karl-Heinz Hartmann, Geschäftsführer der „Sächsische und Dresdner Back- und Süßwaren GmbH und Co. KG“, die Nudossi seit 1998 herstellt, erklärt diesen Erfolg mit einem bewussteren Einkaufsverhalten vieler Verbraucher: „Seit dem ‚sehr gut’-Urteil von ÖkoTest haben unsere Verkäufe deutlich angezogen. Uns zeigt das, es wird wieder mehr auf Qualität geachtet.“ Von der haben sich auf der Internationalen Süßwarenmesse ISM in Köln Ende Januar auch ausländische Handelspartner überzeugen lassen: Ab 2011 wird Nudossi erstmals in Benelux-Staaten und sogar nach Australien exportiert.
Um der gestiegenen Nudossi-Nachfrage gerecht werden zu können, hat man am Standort Radebeul in neue Technik investiert und mehr Platz geschaffen: Insgesamt 2,1 Mio. Euro flossen seit 2010 in eine neue Halle und eine Produktionslinie zur Herstellung von Nougatrohmasse sowie in 1.000 qm zusätzliche Lagerfläche. „Damit haben wir Produktion und Logistik im Hause optimiert und können alle Prozesse noch besser kontrollieren“, führt Hartmann an. „So stellen wir sicher, auch bei größeren Mengen unsere Qualität zu halten.“
In diesem Punkt gibt es für Hartmann keine Kompromisse: „Wir haben große Ansprüche an Nudossi. Dazu gehören hochwertige Zutaten und die unbedenkliche Zusammensetzung, die ÖkoTest an unserem Produkt honoriert hat und für die unsere Kunden bereit sind, einen adäquaten Preis zu zahlen.“ Der wird in nächster Zeit steigen müssen: Bereits seit Monaten machen den Sachsen die Teuerungen auf den Rohstoffmärkten zu schaffen. Nicht zuletzt haben sich Kakao, Zucker und Öle sowie Haselnüsse, die 36 Prozent von Nudossi ausmachen, extrem verteuert. „Um beim jetzigen Verkaufspreis bleiben zu können, müssten wir die Rezeptur verändern oder Billigzutaten einkaufen. Das kommt für uns aber nicht in Frage“, sagt Hartmann. Deshalb wird Nudossi vermutlich ab Mai mehr kosten. Während Preissteigerungen sonst nicht gern an die große Glocke gehangen oder beispielsweise in kleineren Packungsgrößen versteckt werden, hält Hartmann es für an der Zeit, Klartext zu reden: „Qualität ist nötig, damit wir unseren Lebensmitteln vertrauen können. Erst vor kurzem hat der Dioxinskandal doch gezeigt, wie wichtig das ist. Es bringt einfach keine Punkte, beim Essen nur auf den niedrigsten Preis zu schauen.“