NRZ: NRW-Regierung will mehr Personal für Polizei

Die rot-grüne Landesregierung wird die Zahl der
Neueinstellungen bei der nordrhein-westfälischen Polizei deutlich
erhöhen. „Statt bisher 1100 werden wir ab kommendem Jahr 1400 junge
Polizeianwärter einstellen“, kündigte Innen- und Kommunalminister
Ralf Jäger (SPD) im Gespräch mit der in Essen erscheinenden „Neuen
Ruhr/Neuen Rhein Zeitung“ (NRZ) an. „Die Sicherheit der Menschen hat
oberste Priorität. Deshalb brauchen wir eine leistungsstarke
Polizei.“ Jäger betonte: „Die 40.000 Polizistinnen und Polizisten in
Nordrhein-Westfalen leisten heute schon hervorragende Arbeit. Sie
sind hoch motiviert und gut ausgebildet. Damit die Sicherheit der
Menschen weiter verbessert wird, werden wir schnell handeln und die
Zahl der Einstellungen deutlich erhöhen.“ Dies wirke sich auf Dauer
auch positiv auf die Altersstruktur der Polizei aus. „Wir bekommen so
eine gute Mischung aus jungen und älteren, erfahrenen Beamten.“ Der
Innenminister kündigte auch an, dass man mehr Polizeibeamtinnen und
-beamte in Nordrhein-Westfalen mit Migrationshintergrund haben
möchte. „Sie sprechen die Sprache ihrer Landsleute und können sehr
genau einschätzen, wie sich diese fühlen“, sagte Ralf Jäger. „Deshalb
ist es wichtig, mehr als die bisher sieben Prozent
Polizeianwärterinnen und -anwärtern mit Migrationshintergrund zu
gewinnen.“ Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in NRW begrüßt die
Pläne des neuen Innenministers. „Es ist gut, dass mehr
Polizeianwärter eingestellt werden“, sagt GdP-Landesvorsitzender
Frank Richter zur NRZ. „Denn sonst müssten Polizeiwachen geschlossen
werden.“ Jetzt, so Richter, müsse man aber dafür sorgen, dass die
Fachhochschulen so ausgestattet werden, dass die Polizisten gut
ausgebildet werden. Denn mehr Polizeianwärter bedeuten auch einen
höheren Bedarf an Dozenten und Räumen.

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