NRZ: Jürgen Rüttgers gegen Urwahl von CDU-Landesvorsitz

Auf den Vorschlag der Mittelstandsvereinigung, über
den CDU-Landesvorsitz per Urwahl durch alle Mitglieder abzustimmen,
reagiert der ehemalige Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU)
zurückhaltend. „Wir werden eine breite Mitgliederbefragung
organisieren und dafür sorgen, dass kein Streit untereinander
stattfindet“, sagte Rüttgers der in Essen erscheinenden Neuen
Ruhr/Rhein Zeitung (NRZ Mittwochsausgabe). „Wir werden ganz sicher,
wenn es mehrere Kandidaten gibt, Regionalkonferenzen machen.“ Einen
Favoriten für seine Nachfolge als CDU-Landesvorsitzenden benannte er
nicht. „Wir werden den Besten wählen, der uns sehr schnell wieder in
die Regierung zurück bringt.“ Der scheidende Vorsitzende Rüttgers
machte im NRZ-Gespräch deutlich, dass er auch in Zukunft politisch
mitmischen will. Die Bundesregierung forderte er auf, endlich das
Steuer herumzureißen: „Ärmel hochkrempeln und zusammenarbeiten!“
Deutlich kritisierte er Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD),
die auf eine stabile Mehrheit verzichtet habe. „Die wäre durchaus
möglich gewesen“, sagte Rüttgers. Energisch warnte er Rot-Grün vor
einem Schulkampf: „Ich halte zwei Punkte in der Schulpolitik für
unverzichtbar: einen breiten Konsens und Schulvielfalt.“

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