Novelle zum EU-Abfallrecht würdigt Beitrag von Biokunststoffen zur Erreichung der Recyclingziele (FOTO)

Der Europarat und das Europäische Parlament haben sich über die
von der Kommission 2015 vorgeschlagene Novellierung des
EU-Abfallrechts geeinigt. Darin werden die Beiträge von biobasierten
Kunststoffverpackungen und kompostierbaren Kunststoffen zu einer
effizienteren Abfallentsorgung und zur Reduzierung der
Umweltauswirkungen bestätigt. Das Gesetzespaket umfasst unter anderem
die Revision der Abfallrahmenrichtlinie sowie der Richtlinie über
Verpackungen und Verpackungsabfälle.

„Biokunststoffe werden für ihren kreislaufwirtschaftlichen
Charakter gewürdigt. Beide Richtlinien betonen, dass biobasierte,
werkstofflich recycelbare sowie biobasierte, kompostierbare
Kunststoffverpackungen dazu beitragen, eine europäische
Kreislaufwirtschaft zu fördern und fossile Rohstoffe durch
nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen“, sagt François de Bie,
Vorsitzender von European Bioplastics (EUBP), dem Verband der
Biokunststoffindustrie in Europa.

Die überarbeitete Abfallrahmenrichtlinie sieht vor, dass
biologisch abbaubare, kompostierbare Verpackungen zusammen mit
Bioabfällen gesammelt und in der industriellen Kompostierung und
anaeroben Vergärung recycelt werden können. Dies ist in mehreren
Mitgliedsstatten bereits erfolgreich umgesetzt und gängige Praxis.
Bis 2023 soll die getrennte Sammlung von Bioabfall europaweit
verpflichtend sein. Biologisch abbaubare Kunststoffe tragen
nachweislich dazu bei, mehr Bioabfall getrennt zu sammeln und leisten
somit letztlich auch einen Beitrag zur Erreichung der neuen
Recyclingziele.

Die Richtlinie für Verpackungen und Verpackungsabfälle betont
zudem, dass biobasierte Kunststoffe dazu beitragen, die
Umweltauswirkungen von Verpackungen zu minimieren und die
Abhängigkeit Europas von importierten Rohstoffen zu verringern.
Biobasierte und recycelte Materialen werden als gleichermaßen
wichtige Lösungen für nachhaltigere Verpackungen anerkannt. Zwar
werden Mitgliedsstaaten ausdrücklich ermutigt, die Verwendung von
biobasierten, recyclingfähigen sowie biobasierten, kompostierbaren
Verpackungen zu fördern, jedoch wird die Chance verpasst, im Rahmen
der Novellierung konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der
Marktbedingungen für diese Materialien zu erlassen.

Pressekontakt:
Katrin Schwede, +49 (0) 30 28482 353, presse@european-bioplastics.org

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