In den letzten Wochen sind die Zinsen für Baugeld gesunken und haben mittlerweile ein neues Allzeittief erreicht. Diese Entwicklung hat verschiedene Ursachen, wie eine zunehmende Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Schuldenkrise, die schwachen Wachstumsaussichten in der Eurozone sowie eine fallende Inflationsrate.
Die Nachfrage nach deutschen Staatsanleihen und Pfandbriefen bleibt trotz der äußert niedrigen Rendite weiterhin hoch. Ursache hierfür ist die sich verfestigende Staatsschuldenkrise im europäischen Raum. Investoren flüchteten aus Anleihen schwächerer Schuldner in Anleihen von Ländern mit exzellenter Bonität, zu denen unter anderem auch Deutschland zählt. Infolgedessen sanken die Renditen dieser Staatsanleihen auf neue Tiefststände. Auch Deutschland kann sich nicht vollständig den Folgen der Krise in Südeuropa und einer schwächeren Konjunktur in China oder in den USA entziehen. Doch die deutsche Wirtschaft erweist sich immer noch robuster als vielfach erwartet. Hohe Beschäftigung, kaum steigende Arbeitslosigkeit, unerwartete Steuermehreinnahmen und ein fast ausgeglichener Haushalt führen dazu, dass Deutschland von den Investoren an den Kapitalmärkten als vermeintlich „sicherer Hafen“ angesteuert wird.
Auf ihrer gestrigen Sitzung beschloss der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB), den Leitzins unverändert bei 0,75 Prozent zu belassen. Zusätzlich hat die EZB entschieden, die Banken weiterhin unbegrenzt mit Geld einzudecken. Diese Maßnahmen halten das Zinsniveau niedrig, womit die schwache und mit Risiken behaftete Konjunktur im Euroraum gestützt werden soll. Entspannung erwartet die EZB an der Preisfront. Die Inflationsrate soll im kommenden Jahr im Durchschnitt auf 1,6 Prozent fallen und liegt damit im Zielbereich der EZB, die eine Teuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent anstrebt.
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