Nintendo 3DS im COMPUTERBILD SPIELE-Test: 3D ganz ohne Brille

Erste 3D-Mobilkonsole / Keine Brille nötig /
3D-Effekt vom Blickwinkel abhängig / Helligkeit und Kontrast im
3D-Betrieb wesentlich schlechter

Seit wenigen Tagen ist der Nintendo 3DS, die erste
3D-Mobilkonsole, in Deutschland erhältlich. Damit will der japanische
Videospiel-Gigant in neue Gaming-Dimensionen vorstoßen. Der Clou: Für
die räumliche Bildwiedergabe ist keine Spezialbrille nötig. Aber die
Bildqualität lässt im 3D-Betrieb deutlich nach, außerdem ist der
3D-Effekt stark vom Blickwinkel abhängig – auf den Spielspaß wirkt
sich das aber nicht negativ aus. Das ergab ein Test von COMPUTERBILD
SPIELE (Heft 5/2011, ab Mittwoch im Handel).

Auf den ersten Blick sieht der 3DS (Testnote: 1,85; Preis: 249
Euro) aus wie das Vorgängermodell DSi. Die 3D-Konsole besitzt zwei
Bildschirme, die aber leider nicht entspiegelt sind – lästige
Reflexionen können also beim Spielen irritieren. Für die
dreidimensionale Wiedergabe ist der obere Bildschirm zuständig. Per
Schieberegler lässt sich der Effekt vergrößern, verringern oder ganz
ausschalten.

Im Test überzeugte die räumliche Bildwiedergabe mit erstaunlicher
Bildtiefe. Bei speziellen 3DS-Spielen wie „Nintendogs + Cats“
(Testnote: 1,64; Preis: 45 Euro) entsteht sogar der Eindruck, dass
die kleinen Vierbeiner aus dem Monitor krabbeln. Allerdings lässt die
Bildqualität im 3D-Betrieb deutlich nach. Sowohl Helligkeit als auch
Kontrast halbieren sich im Vergleich zur 2D-Wiedergabe – 3D-Spiele
sind also wesentlich dunkler. Darüber hinaus ist der räumliche
Eindruck auch vom Blickwinkel abhängig: Wer ein Spiel in allen drei
Dimensionen genießen will, muss exakt mittig aufs Display sehen.
Schon minimale Bewegungen machen den 3D-Effekt zunichte. Auch wenn
der Spieler sofort wieder in die richtige Position zurückfindet,
braucht das Gehirn bis zu zwei Sekunden, um erneut räumliche Bilder
zu sehen. Immerhin bleibt das Bild ruhig und flimmert nicht. Schade:
Im 3D-Modus hält der Akku nur rund drei Stunden. Der 3DS lässt sich
hervorragend bedienen, der berührungsempfindliche untere Bildschirm
(Touchscreen) reagiert präzise auf Eingaben mit dem mitgelieferten
Stift.

Nette Extras: Der 3DS besitzt drei Kameras und WLAN, das sich per
Schiebeknopf an- und abschalten lässt. Damit lassen sich
beispielsweise mehrere 3DS-Konsolen drahtlos vernetzen. Das Gerät ist
äußerst robust und überstand Fall-, Staub- und Flüssigkeitstest sowie
den Verschleißtest ohne Schäden. Prima: Alte DS-Spiele lassen sich
auch auf dem 3DS spielen – natürlich nur in 2D.

COMPUTERBILD SPIELE im Internet: www.cbspiele.de

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