neues deutschland: Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm: In Mediatheken eingestellte Beiträge angemessen vergüten

Die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm e.V. (AG
DOK) fordert eine angemessene Vergütung von Beiträgen, die in
Mediatheken öffentlich-rechtlicher Sender eingestellt werden. Sein
Verband verschließe sich nicht generell der Einstellung der Programme
ins Internet, betont der Vorsitzende des Verbands, Thomas Frickel, in
einem Gespräch mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „neues
deutschland“ (Dienstagausgabe). „Die Urheber und Produzenten müssen
aber dafür bezahlt werden.“ ARD und ZDF hätten den Produzenten die
Rechte für die Verwertung im Internet „durch eine einseitige
Vertragserweiterung weggenommen“, kritisiert Frickel. „Die
Mediathekennutzung wurde als Erweiterung des Senderechts
festgeschrieben, was juristisch nicht haltbar ist.“ Die bisherige
Verwertungspraxis von ARD und ZDF widerspreche „dem Grundgedanken des
Urheberrechts“.

ARD und ZDF stellen sich auf den Standpunkt, dass sie die
Sendungen im Internet wiederholen dürfen, ohne dafür die Produzenten
zu bezahlen. Im Gespräch ist sogar eine Ausweitung der Einstelldauer
der Programme in den Mediatheken auf bis zu 90 Tage.

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715