Im Düsseldorfer Stadtteil Lohausen entsteht eine neue Kindertagesstätte mit 80 Plätzen. Die gemeinnützige GmbH Kind und Beruf leitet die öffentliche Einrichtung. Der in Süddeutschland bereits etablierte Kita-Träger, der auch Unternehmen berät und Betriebskitas umsetzt, betreibt ein Büro in Köln und weitet sein Engagement nach Nordrhein-Westfalen aus.
Düsseldorf/Köln – Die Kind und Beruf gGmbH, ein freier Kita-Träger, eröffnet im Herbst 2012 im Auftrag der Stadt Düsseldorf die neue Kindertagesstätte „Rheinpiloten“ mit 80 Plätzen für Kinder zwischen sechs Monaten und sechs Jahren im Stadtteil Lohausen. Es ist die erste Einrichtung des Trägers in Nordrhein-Westfalen. Die Kind und Beruf gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Stuttgarter Konzept-e für Bildung und Soziales GmbH (www.konzept-e.de), die auch die freien Kita-Trägervereine Kind und Beruf e.V. sowie Kind e.V. Stuttgart führt. Insgesamt 24 Kindertagesstätten in Baden-Württemberg und Bayern sowie zwei freie Grundschulen gehören zum Konzept-e-Netzwerk. Alle Einrichtungen arbeiten nach dem mehrfach ausgezeichneten pädagogischen Konzept element-i. Der Begriff verbindet das Wort „elementar“ für eine grundlegende frühe Pädagogik mit einem „i“, das für die zentralen Begriffe des Konzepts Individuen, Interessen und Interaktion steht. „Kinder bilden sich individuell, an Hand von Dingen, die sie interessieren und im Austausch mit anderen. Von dieser Erkenntnis leitet sich unser Konzept ab“, erläutert Diplom-Pädagogin Jorina Senger, die die Konzept-e-Niederlassung in Nordrhein-Westfalen leitet.
Kinderbetreuung: Beratung für Kommunen und Unternehmen
„Konzept-e und die beteiligten Trägervereine führen sowohl öffentliche als auch betriebliche oder betriebsnahe Kindertagesstätten“, berichtet sie weiter. Der Ausbau der öffentlichen Betreuungsinfrastruktur schreite zwar voran, doch nach wie vor gebe es deutliche Versorgungslücken. „Familienfreundliche Betriebe, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Krippen- und Kitaplätze für die Kinder anbieten können, sind im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte im Vorteil und können ihr Personal besser motivieren und halten“, erklärt Senger. Konzept-e steht daher neben Kommunen, die ihr Betreuungsangebot ausweiten, auch Unternehmen beratend zur Seite, die sich in diesem Bereich engagieren wollen. „Es bieten sich zahlreiche unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten im Zusammenwirken zwischen Kommunen und Unternehmen, die beiden Seiten zu Gute kommen“, berichtet die Expertin. Ãœber dieses Thema informiert auch der Bildungs- und Betreuungskongress „Invest in Future“, den das Konzept-e-Netzwerk jährlich veranstaltet. Der nächste „Invest in Future“-Kongress findet am 22. und 23. Oktober in Stuttgart statt (www.invest-in-future.de).
Erzieherinnen und Erzieher gesucht
„Die Qualität der Pädagogik steht und fällt mit der Qualität des Personals“, sagt Jorina Senger. Mit attraktiven Rahmenbedingungen, wie flachen Hierarchien, vielen Gestaltungs- und guten Aufstiegsmöglichkeiten sowie einem eigenen Fortbildungsprogramm wirbt der Träger daher um engagierte Kräfte. „Im Sinne einer Pädagogik der Vielfalt sind wir besonders interessiert an Bewerbungen männlicher Fachkräfte“, erklärt die Niederlassungsleiterin. Den bereits jetzt mit rund 15 Prozent sehr hohen Männeranteil am pädagogischen Personal möchte Konzept-e weiter steigern. In Stuttgart setzt das Unternehmen daher als einer von bundesweit 16 Trägern im Rahmen des Bundesprogramms „Mehr Männer in Kitas“ unter dem Motto „Starke Typen für starke Kinder“ eine Kampagne zur Gewinnung männlicher Fachkräfte um (www.erzieher-werden.de). Gefördert wird die Kampagne vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie dem europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union.
Weitere Informationen unter:
http://www.eoscript.de