
Etwas mehr als zwei Drittel der PBS-Umsätze entfallen auf den Papiermarkt, welcher sich im Vergleich zur Gesamtwirtschaft über Jahre deutlich schlechter entwickelte und in der Pandemie sogar mit minus 24,2 Prozent einen herben Einbruch hinnehmen musste. Doch es zeigen sich erste Erholungstendenzen: Das spiegeln die aktuellen Markterhebungen von Marketmedia24 ebenso wie die ersten Umsatzmeldungen der PBS-Markenindustrie. Ein Trend, der sich auch in einem für die Studie exklusiv durchgeführten repräsentativen Online-Research unter Konsument*innen bekräftigt. Danach geben 50,6 Prozent der deutschlandweit Befragten an, Papier „gelegentlich“ und noch einmal 15,4 Prozent „häufig“ zu kaufen. Büro- und Schulbedarf steht bei 19 Prozent der Konsument*innen „häufig“ auf dem Einkaufszettel und Schreibwaren bei einem Viertel.
Als das wichtigste Kaufkriterium bei PBS-Produkten wird die Nachhaltigkeit benannt. Weitere strategische Hinweise liefern die Forschungsergebnisse auf die Fragen nach den jeweils bekanntesten Marken, nach der Provenienz der Produkte, dem Verkaufspreis und der Verfügbarkeit der Ware.
Unter den Vertriebswegen ist aus Sicht der PBS-Markenindustrie der stationäre Fachhandel unverzichtbar. Denn zum einen wird hier nicht nur nach Bedarf gekauft, auch können sich die Marken hier mit besonderer Präsenz auszeichnen. Und auch durch die Brille der deutschen Konsument*innen geguckt, spielt der Fachhandel die Hauptrolle, das zeigen die aktuellen Forschungsergebnisse: Sowohl bei Papier (50,5 Prozent der Nennungen), Büro- und Schulbedarf (62,4 Prozent) sowie Schreibwaren (60,8 Prozent) als auch bei fast allen 18 befragten Zielgruppen. Bezogen auf die Marktbedeutung hat dieses Handelsformat zwar seit 2012 4,3 Prozentpunkte seiner Marktanteile verloren, aber zuletzt (2022 gegenüber 2021) konnten die PBS-Spezialisten ein Umsatzplus um 2,1 Prozent erzielen. Damit ist der Fachhandel im Wettbewerb das einzige Handelsformat, das im vergangenen Jahr ein positives Geschäftsjahr bilanzieren konnte.
Für die längerfristige Zukunft bewertet Marketmedia24 die Entwicklung der PBS-Fachgeschäfte dennoch zurückhaltend. Denn selbst im Best-Case-Szenario wird der Marktanteil bis 2030 sinken. Mit rund 3 Milliarden Euro fällt der Umsatz dann um knapp 30 Prozent geringer aus als im bisher besten Jahr 2019.
Neue Zeiten deuten sich über die Verbraucher*innen-Befragung für die Kommunikationswege bzw. Werbemaßnahmen der Branche an. So halten 58,2 der Befragungsteilnehmer*innen Printprospekte für sehr wichtig bzw. wichtig, während Social Media-Kanäle für eine große Mehrheit eher unter ferner liefen rangieren. Auch für die Youngster (bis 24 Jahre) sind Werbeprospekte wichtige Informationsquellen, aber immerhin bewerten 46,8 Prozent dieser Zielgruppe beispielsweise TikTok als sehr wichtiges bzw. wichtiges Infotool. Aber noch wichtiger sind für sie die Erfahrungen bzw. Empfehlungen von Freunden, Familie, Kolleg*innen und Kommiliton*innen.
Der neue „Branchen-REPORT Papier, Bürobedarf und Schreibwaren 2023“ liefert exklusive Ergebnisse einer repräsentativen Konsument*innen-Forschung in Deutschland zu den Themen Kaufhäufigkeit, Kaufkriterien, Markenbekanntheit und Shopping-Kanalwahl sowie eine fundierte Zukunftsforschung bis zum Jahr 2030. Die Studie umfasst 78 Seiten mit 46 Charts und ist zum Preis von 1.050,00 Euro zzgl. MwSt. zu beziehen unter https://www.marketmedia24.de/shop/buerowirtschaft.php.