Duisburg, 23.07.2010 – PandaLabs, das Anti-Malware-Labor von Panda Security, warnt vor einer aktuellen Sicherheitslücke im Microsoft-Betriebssystem: Ãœber Verknüpfungssymbole auf dem Desktop können Dateien ausgeführt werden, ohne dass dies vom User autorisiert wurde.
Bei der Schwachstelle handelt es sich um eine alte Funktion im Betriebssystem, deren Sicherheit im Entwicklungsprozess nicht vollständig berücksichtigt wurde. Sie ist in allen Windows-Versionen vorhanden – sogar in denjenigen, die mittlerweile nicht mehr von Microsoft unterstützt werden. Die Sicherheitslücke entsteht dadurch, dass Windows fälschlicherweise Verknüpfungen so durchführt, dass bei ihrer Nutzung schädlicher Code ausgeführt wird. Das heißt, dass jeder Ordner, den man über eine .lnk-Datei öffnet, eine Datei ausführen kann, ganz ohne die Zustimmung und das Wissen des Users. Da es unmöglich ist, für alle Betriebssysteme Sicherheits-Patches zu entwickeln, hat Microsoft als Zwischenlösung ein provisorisches Patch bereit gestellt bis das endgültige Patch entwickelt ist. Bei der Installation können jedoch einige Verknüpfungssymbole verloren gehen. PandaLabs rät den PC-Usern jedoch trotzdem die Anwendung zu installieren, damit der PC geschützt ist.