Neue Werkestrategie der Deutschen Bahn – KBR DB AG hat klare Erwartungen

Berlin, 26. Oktober 2016 – Kritisch verfolgt der Konzernbetriebsrat DB AG (KBR DB AG) die Entwicklung der Fahrzeuginstandhaltung im DB Konzern. „Die aktuellen Prognosen gehen davon aus, dass in der Fahrzeuginstandhaltung im Mittelfristzeitraum ca. 1,3 Mio. Fertigungsstunden verloren gehen“, fasst Jens Schwarz (Vorsitzender KBR DB AG) die schwierige Situation zusammen, mit der sich die Interessenvertreter derzeit befassen. „1,3 Mio. Fertigungsstunden entsprechen rund 1.000 Beschäftigten. Wir reden hier also nicht von einer kleinen Planabweichung, sondern von einem massiven Problem, das unsere Kolleginnen und Kollegen ernsthaft bedroht“, verdeutlicht Jens Schwarz das Ausmaß des prognostizierten Leistungsrückgangs.

Der KBR DB AG und die örtlich zuständigen Interessenvertreter sind sich einig, dass ein solcher Leistungsrückgang nur durch zukunftsorientierte Gegenmaßnahmen kompensiert werden kann.
So müssen aus ihrer Sicht neue Geschäftszweige erschlossen bzw. ausgebaut werden. Dazu zählen sowohl das externe Geschäft und der externe Vertrieb als auch Kooperationen mit der Industrie und den Herstellern. Ebenso gilt es, eigene Innovationen und das Insourcing von bislang fremdvergebenen Leistungen voranzutreiben. Auch einen Fahrzeug-Pool, aus dem die Kunden während der Instandhaltung Leasing-Fahrzeuge beziehen können, erachten die Interessenvertreter als sinnvoll. Ein „Abhol- und Bringdienst“ von Fahrzeugen könnte dieses kundenorientierte Angebot ergänzen.

Der KBR DB AG stellt sich hinter die Kolleginnen und Kollegen der DB-Werke und unterstützt die genannten Forderungen. „Wir erwarten, dass der Arbeitgeber die konstruktiven Hinweise der Instandhalter bei seiner Entscheidungsfindung berücksichtigt. Die Kolleginnen und Kollegen wissen genau wovon sie reden, was funktioniert und was nicht und dieses Know how sollte sich der Arbeitgeber zu nutzen machen“, appelliert Jens Schwarz an den Konzernvorstand.