Die Vorschläge des EU-Gesundheitskommissars John
Dalli für ein möglichst rauchfreies Europa stoßen in der SPD auf
Zustimmung. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Lothar Binding spricht sich
im Interview mit der „Neuen Presse“ (Dienstagsausgabe) aus Hannover
dafür aus, Zigaretten nicht mehr offensiv anzubieten, „um die
Attraktivität insbesondere für Kinder und Jugendliche deutlich zu
senken“. Binding fügte hinzu: „Wenn man Rauchwaren unterm Ladentisch
oder in ausgewiesenen Läden anbietet, hat das einen völlig anderen
Charakter als bisher. Dann geht die Normalität des Rauchens zurück.
Denn es ist nicht normal, süchtig werden zu wollen.“ Insofern sei das
ein kluger Ansatz. Der SPD-Politiker sprach sich ferner dafür aus,
auch in Deutschland Schockfotos mit kaputten Zähnen und Lungen auf
Zigarettenschachteln zu drucken, „weil sie im Laufe der Zeit eine
nachhaltige Wirkung haben. Einem wird bewusst, was passiert, wenn man
raucht und wie man andere schädigen kann“. Binding forderte die
Bundesdrogenbeauftragte Mechthild Dyckmans (FDP) auf, die Vorschläge
Dallis positiv aufzunehmen. „Allerdings ist Mechthild Dyckmans zwar
Drogenbeauftragte, aber leider auch in der Zwangsgemeinschaft der
FDP. Deswegen kann sie sich Gedanken zum Nichtraucherschutz nicht so
nähern, wie es einer Drogenbeauftragten anstehen würde.“
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