Neue Presse Hannover: Hans-Christian Ströbele (Grüne) fordert Wahrheit über Bundeswehr-Eliteeinheit in Afghanistan.

Nach der Veröffentlichung von zehntausenden
Geheimdokumenten zum Afghanistan-Krieg möchte der
Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele „die Wahrheit
über das lesen, was die Bundeswehr konkret in Afghanistan treibt“. Im
Interview mit der „Neuen Presse“ (Dienstagsausgabe) aus Hannover
sagte Ströbele, der auch Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und des
parlamentarischen Kontrollgremiums für die Geheimdienste ist:“Ich
bemühe mich seit einem halben Jahr zu erfahren, was an geheimen
Kommandoaktionen durch die Bundeswehr unterstützt wird. Und vor
allem, was die Operationstruppe „TF 47″ der Bundeswehr dort macht.“
Dies sei eine geheim arbeitende Eliteeinheit, die sich aus den
verschiedenen Waffengattungen zusammensetze und auch eine
nachrichtendienstliche Komponente habe. Die Veröffentlichung der
militärischen Geheimdokumente im Internet findet Ströbele richtig.
„Es wird rund um den Krieg in Afghanistan viel zu viel nicht nur
geheim gehalten, sondern auch gelogen. Die Wahrheit bleibt wieder
einmal auf der Strecke.“ Diese Papiere seien wichtig und interessant.
Der Grünen-Politiker glaubt, dass die Dokumente auch Kriegsverbrechen
belegen könnten. Ströbele sagte auch: „Täglich werden Zivilisten,
mögliche Taliban-Verdächtige, aber auch US- und andere Soldaten der
Allianz von Nato-Truppen getötet. Das dringt nur hin und wieder an
die Öffentlichkeit. Um die Parlamente zur richtigen Politik zu
drängen, müssen die Fakten aber ans Licht.“

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