Unter Gleichen
Schulkleidung tragen oder nicht? Zu gleichen Teilen können sich
die einen vorstellen, jeden Tag eine Schuluniform zu tragen, die
anderen nicht. So das Ergebnis einer aktuellen Schülerbefragung. Was
uns das sagt? Dass das Thema offenbar genau so viele Vor- wie
Nachteile hat. Gleiche Kleidung stärkt das Gemeinschaftsgefühl unter
den Schülern, sie identifizieren sich mehr mit ihrer Schule. Vor
allem fällt der Markenterror weg, der seit Jahren die Pausenhöfe
überzieht. Andererseits: Alle im gleichen, womöglich überstreng und
muffig aussehenden Look, der jede Individualität zunichte macht? Wie
sollen sich Schüler damit entwickeln?
Erfahrungen aus Ländern, in denen eine Schuluniform üblich ist,
zeigen deutlich, dass diese Ängste völlig unbegründet sind. Vielmehr
nehmen die Schüler dort ihre Klassenkluften problemlos an, sie
integrieren sich leichter und laufen weniger Gefahr, ihre Mitschüler
auf Äußerlichkeiten zu reduzieren. Bei Licht besehen, bietet der
Einheitslook also doch mehr Vor- als Nachteile. Eine Handvoll Schulen
in Deutschland hat sich inzwischen für Schulkleidung entschieden –
auf freiwilliger Basis. Die Schüler entwerfen die Kleidung mit,
suchen sie selbst aus. Das macht sie offenbar zufrieden: Diese
Schüler lernen laut einer Uni-Studie deutlich besser als andere.
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