Die BIOTECHNICA, Europas Leitmesse für
Biotechnologie und Life Sciences, erweitert ihr Portfolio und bietet
eine neue Konferenz und Sonderausstellung zum Thema Molekulare
Diagnostik an. Die „Molecular Diagnostics Europe“ (MDxEU) wird vom
Cambridge Healthtech Institute, einem führenden Veranstalter
biomedizinischer Konferenzen in den USA, erstmals in Europa
ausgerichtet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen neue Methoden
der Molekularen Diagnostik, insbesondere bei Krebs und
Infektionskrankheiten.
Durch die systematische und zunehmend einfacher werdende Analyse
der Gene und Proteine beginnen die Forscher, Krankheiten auf
molekularer Ebene zu verstehen. Dieses Verständnis ebnet den Weg zu
einfach anzuwendenden Testsystemen – denn wenn ein bestimmtes Molekül
oder ein definierter Gen-Abschnitt charakteristisch für einen
Infektionserreger oder eine bestimmte Tumorart sind, lassen sich
dieses Molekül oder Gen auch nachweisen.
Automatische Diagnosesysteme „Sample In – Answer out“
Das Ziel biomedizinischer Forscher sind automatische
Diagnosesysteme, so genannte „Sample In – Answer out“-Lösungen. Bei
diesen Systemen erhalten Arzt und Patient eindeutige und schnelle
Antworten auf ihre Fragen – ohne Proben einschicken und Tage oder
Wochen auf Laborergebnisse warten zu müssen. Für den Patienten
bedeutet dies schnellere Diagnostik und damit schnellere Hilfe. Etwa
durch ein passendes Antibiotikum bei Bakterieninfektionen oder eine
maßgeschneiderte Therapie bei Tumorerkrankungen.
NGS ermöglicht schnelle Analyse menschlicher oder bakterieller
Genome Eine wichtige Basis für die neuen diagnostischen Methoden ist
eine neue DNA-Sequenziertechnologie, das so genannte Next Generation
Sequencing (NGS). Es ermöglicht eine deutlich schnellere und
kostengünstigere Analyse menschlicher oder bakterieller Genome als
bisher. Analysen, die früher Monate in Anspruch genommen haben,
dauern mit NGS-Methoden nur noch Tage. Mit den neuen
Screening-Methoden können Wissenschaftler auch solche
Krankheitserreger finden, die nur in komplexen Systemen wie
natürlichen Biofilmen überleben und sich nicht im Labor züchten
lassen. Auch die Analyse von Gen-Segmenten, die typisch für bestimmte
Krebserkrankungen sind, und von familiären Auffälligkeiten oder
instabilen Genen, die besonders anfällig für Tumorerkrankungen sind,
ist mit den neuen Methoden möglich.
Point-of-Care-Diagnose: Sofortige Diagnose am Krankenbett und in
der Arztpraxis
Die patientennahe Labordiagnostik (Point-of-Care-Testing) gewinnt
für Ärzte, die eine sofortige Diagnose am Krankenbett, in der
Arztpraxis oder im Krankenwagen stellen müssen, zunehmend an
Bedeutung. Der Arzt kann Blut, Urin oder einen Abstrich testen, ohne
die Proben in ein Labor bringen zu müssen. Obwohl
Point-of-Care-Testing-Verfahren eine umfassende Laboruntersuchung
nicht ersetzen können, entwickelt sich der Markt rasant, vor allem
durch neue mikrofluidische Systeme. Winzige Lab-on-a-chip-Lösungen,
kombiniert mit neuen hochsensiblen molekularen Markern, machen
Point-of-Care-Systeme zu einem wichtigen Werkzeug in der
Schnelldiagnostik.
Über die Chancen und Herausforderungen dieser Systeme für die
Diagnose und Behandlung von Infektionskrankheiten gibt Dr. Rosanna W.
Peeling, Professorin für Diagnostikforschung der London School of
Hygiene and Tropical Medicine, Großbritannien, in ihrer Keynote einen
Ãœberblick. Weitere Keynote-Sprecher sind Dr. Johan den Dunnen, Leiden
University Medical Center, Niederlande, Dr. Rudi Pauwels von
Biocartis, Schweiz, Dr. Stephen Little von QIAGEN sowie Dr. Mark P.
Stevenson von Life Technologies, USA.
Die Konferenz findet vom 5. bis 7. Oktober 2010 im Convention
Center auf dem Messegelände in Hannover statt. Die Konferenzsprache
ist Englisch.
Ansprechpartnerin für die Redaktion bei der Deutschen Messe:
Katharina Siebert
Tel.: +49 511 89-31028
E-Mail: katharina.siebert@messe.de
Weitere Pressetexte und Fotos finden Sie unter:
www.biotechnica.de/presseservice