PwC-Studie Chemical Compounds:
Gesamtwert der Fusionen und Ãœbernahmen klettert im ersten Halbjahr um
mehr als 60 Prozent / Großteil des Transaktionsvolumens entfällt auf
internationale Deals / Finanzinvestoren halten sich weiterhin zurück
In der Chemieindustrie ist der Gesamtwert der weltweit
angekündigten Fusionen, Übernahmen und Beteiligungen (Mergers &
Acquisitions, M&A) im ersten Halbjahr 2010 deutlich gestiegen.
Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 legte das Transaktionsvolumen –
so weit veröffentlicht – von 19 Milliarden US-Dollar auf 31
Milliarden US-Dollar zu. Zu diesem Ergebnis kommt die Analyse
„Chemical Compounds – Global Chemicals Industry Mergers and
Acquisitions Analysis“ der Wirtschaftsprüfungs- und
Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers(PwC). Das erste Halbjahr
2010 verlief auch gemessen an der Zahl von 522 Transaktionen
lebhafter als die ersten sechs Monate des Vorjahres, in denen
insgesamt 482 Deals zu verzeichnen waren. Bei den Deals mit einem
Transaktionsvolumen von mehr als 50 Mio. US-Dollar betrug der Anstieg
in diesem Zeitraum sogar 45%.
Im zweiten Quartal gab es weltweit 244 Transaktionen, darunter 108
mit veröffentlichtem Transaktionsvolumen. Der Gesamtwert dieser Deals
belief sich auf acht Milliarden US-Dollar und lag damit knapp über
dem Vergleichswert des Vorjahresquartals (sechs Milliarden
US-Dollar), allerdings deutlich unter den 23 Milliarden US-Dollar des
ersten Quartals 2010.
„Unserer Einschätzung nach stehen im laufenden Jahr mehr
Unternehmen oder Unternehmensteile zum Verkauf als 2009. Wir erwarten
daher weitere Zuwächse bei Anzahl und Volumen der Transaktionen.
Allerdings lassen sich sowohl Kaufinteressenten als auch Eigentümer
deutlich mehr Zeit für die Prüfung möglicher Deals als vor Beginn der
Finanzkrise“, kommentiert Volker Fitzner, global verantwortlicher
Partner für den Bereich Chemicals im Bereich Advisory bei PwC.
Strategische Investoren dominieren
Obwohl sich die Finanzierungsbedingungen für Private-Equity-Fonds
und andere Finanzinvestoren allmählich verbessern, bleibt das
M&A-Geschehen von strategischen Investoren dominiert. Diese
engagierten sich im ersten Halbjahr mit knapp 27 Milliarden
US-Dollar, während Finanzinvestoren rund 3,5 Milliarden US-Dollar für
Transaktionen bereitstellten. Ihr Anteil am Gesamtvolumen der
angekündigten Deals belief sich damit wie im Vorjahr auf gut elf
Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 2007 hatten Finanzinvestoren
Unternehmen und Beteiligungen im Wert von 26,5 Milliarden US-Dollar
erworben. Dies entsprach einem Anteil am Gesamtvolumen von annähernd
20 Prozent.
Hohe Volumina bei internationalen Transaktionen
Bemerkenswert ist zudem der Trend zu grenzüberschreitenden
Transaktionen. Im zweiten Quartal waren sieben der 23 Deals im
Volumen von mehr als 50 Millionen US-Dollar international. Der
Transaktionswert belief sich auf 4,5 Milliarden US-Dollar und damit
auf zwei Drittel des gesamten M&A-Volumens. Knapp die Hälfte (48,5
Prozent) des gesamten Transaktionsvolumens entfiel auf Ãœbernahmeziele
in Nordamerika, gefolgt von Südamerika (17,9 Prozent), der Region
Asien-Pazifik (14,8 Prozent) und Westeuropa (14,6 Prozent).
Auf der Käuferseite stellten Bieter aus Nordamerika knapp 29
Prozent des weltweiten Dealvolumens und lagen damit knapp vor
Investoren aus Westeuropa (21,8 Prozent) und dem Mittleren Osten
(20,5 Prozent). Der hohe Anteil dieser Region ist maßgeblich auf die
angekündigte Übernahme des US-amerikanischen Agrarchemieherstellers
Albaugh durch die israelische Makhteshim Agan für knapp 1,3
Milliarden US-Dollar zurückzuführen.
Die Anlayse „Chemical Compounds. Second Quarter 2010 global
chemicals industry mergers and acquisitions analysis“ kann kostenfrei
heruntergeladen werden unter: www.pwc.de/de/chemie
Redaktionshinweis:
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