Montgomery: Bei Aufklärung und Prävention nicht nachlassen

„Auch wenn die Zahl der HIV-Neuinfektionen sinkt,
dürfen wir bei der Aufklärung und Prävention nicht nachlassen“,
erklärte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der
Bundesärztekammer (BÄK), im Vorfeld des Welt-AIDS-Tages am 1.
Dezember. Maßnahmen wie die Zulassung von HIV-Selbsttests seien daher
„richtig und wichtig“, sagte Montgomery. Allerdings böten solche
Selbsttests lediglich eine erste Orientierung. „Die Testergebnisse
sind für Laien schwer zu interpretieren und zudem nicht zu 100
Prozent zuverlässig. Gerade bei einem Positiv-Test ist es daher
ratsam, sich an einen Arzt zu wenden und das Ergebnis im Labor
überprüfen zu lassen.“

Der BÄK-Präsident wies in diesem Zusammenhang auf die nach wie vor
bestehenden Ängste und Vorurteile im Zusammenhang mit HIV/AIDS hin:
„Obwohl die Diagnose HIV-positiv längst kein Todesurteil mehr ist,
haftet ihr noch immer ein Stigma an.“ Die Angst vor Diskriminierung
setze eine Schweigespirale in Gang. Dadurch verschwinde das Thema
AIDS aus der öffentlichen Wahrnehmung. „Wir müssen offen und
vorurteilsfrei über diese Krankheit reden. Die Betroffenen dürfen mit
ihrem Schicksal nicht allein gelassen werden“, so Montgomery.

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