Mittelplate: 25 Millionen TonnenÖl aus Deutschlands größtem Ölfeld gefördert (mit Bild)

Mittelplate: 25 Millionen TonnenÖl aus Deutschlands größtem Ölfeld gefördert (mit Bild)

Neuer Meilenstein in der Erschließung des Ölfeldes Mittelplate vor
der schleswig-holsteinischen Westküste: Am 23. Oktober 2010 wurde die
25-millionste Tonne Öl aus der Lagerstätte gefördert. Seit Oktober
1987 erschließen die RWE Dea AG als Betriebsführer und die
Wintershall Holding GmbH als beteiligter Partner das bedeutendste
deutsche Erdölvorkommen. Noch bis zu weitere 25 Millionen Tonnen Öl –
und damit ein vergleichbares Volumen – gelten nach heutigen Kriterien
zukünftig noch als technisch und wirtschaftlich gewinnbar. „Mit der
langjährig erfolgreichen und sicheren Produktion aus dem Erdölfeld
Mittelplate leisten wir einen eigenen Beitrag für die sichere
Versorgung aus heimischen Quellen“, zeigt sich Thomas Rappuhn,
Vorsitzender des Vorstands der RWE Dea AG, erfreut über das
Förderjubiläum. Das Ölfeld Mittelplate beherbergt über 50 Prozent der
nationalen Ölreserven. Da der klassische Primärenergieträger Erdöl
auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbarer Bestandteil eines
ausgewogenen Energie-Mixes ist sowie für eine breite
Anwendungspalette über den Wärme- und Treibstoffeinsatz hinaus
benötigt wird, sollten inländische Reserven bestmöglich genutzt
werden, so Rappuhn.

Die Lagerstätte Mittelplate wird sowohl von der gleichnamigen
Bohr- und Produktionsinsel als auch von Land aus erschlossen. Die
jährliche Fördermenge konnte von Beginn an kontinuierlich gesteigert
werden und fiel dann aufgrund der natürlichen Ausförderung des Feldes
etwas ab. Derzeit beläuft sie sich auf rund 1,4 Millionen Tonnen Öl.
Von der Größenordnung her entspricht diese Menge beispielsweise
Importen aus Ländern wie Saudi-Arabien (2009: 1,4 Millionen Tonnen).

Bei einem aufgrund der langjährigen Förderung zu erwartenden
natürlichen Rückgang des Jahresfördervolumens ist davon auszugehen,
dass aus der Lagerstätte noch über einen langen Zeitraum erfolgreich
Öl gefördert werden kann. Vor diesem Hintergrund hatte das Landesamt
für Bergbau, Energie und Geologie im Mai 2010 die ursprünglich bis
Ende 2011 befristete Förderbewilligung für die Erschließung des
Ölfeldes um weitere 30 Jahre bis Ende 2041 verlängert. Ralf to Baben,
Vorstand Operations der RWE Dea AG, dazu: „Wir sehen in der
Verlängerung eine Bestätigung für unser international Maßstäbe
setzendes Bohr-, Förder- und Transportkonzept sowie für unsere hohen
Sicherheitsstandards. Wir haben in den vergangenen 23 Jahren
bewiesen, dass sich ökonomische Interessen, Naturschutz und
verantwortungsbewusstes Handeln auch in einem sensiblen Ökosystem wie
dem Wattenmeer miteinander vereinbaren lassen.“

Die Bohr- und Förderinsel Mittelplate erfüllt besondere
Sicherheits- und Umweltschutzanforderungen. Die 70 mal 95 Meter große
Insel wurde wie eine flüssigkeitsdichte Stahl- und Betonwanne mit elf
Meter hohen Spundwänden auf einer Sandbank im Wattenmeer errichtet.
Nichts kann die Insel unkontrolliert verlassen. Selbst Regen und
Spritzwasser werden gesammelt und aufbereitet. Bohr- und
Förderbetrieb sind durch komplexe Überwachungs- und Steuerungssysteme
mehrfach abgesichert. Untertage- und Ãœbertagesicherheitsventile sind
einfach zugänglich und können sowohl automatisch, manuell und per
Fernbedienung ausgelöst werden.

In den vergangenen 23 Jahren wurden insgesamt rund 900 Millionen
Euro in das Projekt Mittelplate investiert, der Großteil davon in
technische Innovationen, die Pipeline-Anbindung der Insel an die
Aufbereitungsanlagen an Land sowie in das beispielhafte
Sicherheitskonzept.

Die Mittelplate-Förderung ist seit ihrem Beginn ein wesentlicher
Wirtschaftsfaktor für das Land Schleswig-Holstein und die Region
Dithmarschen geworden. So wird das Land allein 2010 eine Förderabgabe
in Höhe von knapp über 80 Millionen Euro erhalten. Insgesamt hängen
an der schleswig-holsteinischen Westküste über 1.000 Arbeitsplätze an
der heimischen Ölförderung. „RWE Dea möchte mit seiner langjährigen
Tradition in Schleswig-Holstein auch weiterhin ein verlässlicher
Partner für die Region sein. Dazu zählt neben der Sicherung von
Arbeitsplätzen auch unser soziales Engagement“, so Rappuhn. RWE Dea
unterstützt in der Region die Berufsausbildung in lokalen Betrieben
sowie verschiedene Schulen und unter anderem das Wellness- und
Kurzentrum Fontamar in Friedrichskoog durch die Lieferung von
Erdölgas aus dem Feld Mittelplate. Überdies arbeitet RWE Dea mit
verschiedenen Hochschulen in Schleswig-Holstein in ambitionierten
Forschungsprojekten der Meeres- und Geotechnik langfristig und
erfolgreich zusammen.

Weitere Informationen unter: www.rwedea.com und www.mittelplate.de

Hintergrundinformationen

Die RWE Dea AG mit Sitz in Hamburg ist eine international tätige
Explorations- und Produktionsgesellschaft für Erdgas und Erdöl. Das
Unternehmen verfügt über modernste Bohr- und Fördertechniken und
bringt langjährige Erfahrung in seine Aktivitäten ein. In den
Bereichen Sicherheit und Umweltschutz hat RWE Dea Maßstäbe gesetzt.
RWE Dea ist an Förderanlagen und Gewinnungsberechtigungen in Ägypten,
Dänemark, Deutschland, Großbritannien und Norwegen beteiligt und
verfügt über Explorationserlaubnisse in Algerien, Irland, Libyen,
Mauretanien, Marokko, Polen und Turkmenistan. In Deutschland betreibt
RWE Dea darüber hinaus große unterirdische Erdgasspeicher. RWE Dea
gehört zur RWE-Gruppe, einem der größten
Energieversorgungsunternehmen Europas.

Pressekontakt:
Uwe-Stephan Lagies, Leiter Unternehmenskommunikation
Telefon (Festnetz): +49 40 – 63 75 2511
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Derek Mösche, Pressesprecher
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