Mitarbeiterfluktuation – ein Schrecken ohne Ende?

Zahlreiche Arbeitgeber stehen diesem „Phänomen“ immer wieder betroffen und ohnmächtig gegenüber – High Potentials, Top-Leistungsträger und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen verlassen das Unternehmen bereits nach ein oder zwei Jahren Betriebszugehörigkeit. Und mit ihnen gehen auch wertvolle Qualifikationen, Erfahrungen und Know-how verloren, was die Geschäftsfähigkeit eines Unternehmens unter Umständen erheblich beeinträchtigen kann.

Dabei ist ein häufiger Wechsel in der Belegschaft nicht nur eine kostspielige Angelegenheit. Eine hohe Mitarbeiterfluktuation verursacht zudem oft eine unangenehme Arbeitsatmosphäre und ein negatives Bild in der Öffentlichkeit.

Wenn in Betrieben ein ständiges „Kommen und Gehen“ stattfindet, ist dies aber noch lange kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen und sich mit den Gegebenheiten abzufinden. Unternehmen können der ungewollten Mitarbeiterfluktuation gezielt entgegenwirken, indem sie anfangen, sich intensiv mit den bedeutendsten Kündigungsgründen ihrer Mitarbeiter zu befassen – negatives Betriebsklima, fehlende oder unzureichende Aufstiegs- und Karrierechancen, mangelnde Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten oder auch eine unausgewogene Work-Life-Balance.

Personalverantwortliche tun gut daran, selektive Instrumente zur Bindung ihrer Mitarbeiter zu etablieren. Auch kleine und mittelständische Unternehmen können sich durch den Aufbau einer Arbeitgebermarke (“Employer Branding”) ein positives Image verschaffen und dadurch ihre Attraktivität am Arbeitsmarkt steigern.