Bei Protesten im Anschluss an die Präsidentenwahl in der Demokratischen Republik Kongo sind am Samstag mindestens vier Menschen getötet worden. Das bestätigte der Polizeichef General Charles Bisengimana. Bereits im Vorfeld war berichtet worden, dass es in der Hauptstadt Kinshasa sowie in weiteren Städten zu Auseinandersetzungen zwischen Oppositionellen und Sicherheitskräften gekommen sei. An einigen Orten seien auch Schüsse zu hören gewesen. Bisengimana hatte zunächst eingeräumt, dass es Unruhen gebe, die Lage sei aber unter Kontrolle. Nach der Präsidentenwahl war Joseph Kabila am Freitag als Sieger ausgerufen worden. Kabila habe demnach knapp 49 Prozent der Stimmen erhalten, sein Konkurrent Etienne Tshisekedi etwa 32 Prozent. Tshisekedi erkannte das Wahlergebnis daraufhin allerdings nicht an und erklärte sich selbst zum Präsidenten des Landes. Die Opposition warf der Regierung Wahlfälschung vor, auch internationale Wahlbeobachter sprachen von Unregelmäßigkeiten.
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