
Die Studie wurde von der Arbeitsgruppe Kultur und Sport der Europäischen Metropolregion München (EMM) initiiert und mit Unterstützung des Kulturreferats sowie des Referats für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München, des FilmFernsehFonds Bayern sowie der IHK für München und Oberbayern beauftragt. Nun haben die Ergebnisse der Untersuchung in ihrer Deutlichkeit die Erwartungen der Initiatoren und Fachleute sogar übertroffen.
Auf der Pressekonferenz im Münchner Rathaus konstatierte Christian Ude, der Vorstandsvorsitzende der Metropolregion München: „Das Ergebnis der Studie ist so beeindruckend wie erfreulich. Es handelt sich um eine wirtschaftliche Erfolgsstory, die in der Metropolregion gemeinsam geschrieben wird. Die Zahl der Unternehmen, der Umsatz und die Erwerbstätigkeit entfallen zu nahezu gleichen Teilen auf Metropole und Region. Die beständige Erneuerung ist ein wesentliches Merkmal der Kultur- und Kreativwirtschaft. Ziel ist, dass weiterhin möglichst viele kreative Menschen in der Metropolregion München ihr Unternehmen gründen. Denn nur durch neue Ideen, die ihre wirtschaftliche Umsetzung finden, kann die Zahl und Vielfalt an Kultur- und Kreativunternehmen erhalten bleiben.“
Einen interessanten Aspekt sprach der Verfasser der Studie Michael Söndermann, Büro für Kulturwirtschaftsforschung Köln, an: „Die Kultur- und Kreativwirtschaft der Metropolregion München ist eine der stärksten Europas. Zugleich ist die Region bekanntermaßen ein starker Industriestandort. Diese Kombination steht in einem interessanten Gegensatz zur weit verbreiteten These, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft erst dort entstanden sei, wo die industrielle Basis nicht mehr stark war oder weggebrochen sei. Die EMM beweist eindrucksvoll das genaue Gegenteil.“
Bereits vor ihrer Veröffentlichung betonte Prof. Dr. Klaus Schäfer, Geschäftsführer des FilmFernsehFonds Bayern, die Relevanz der Studienergebnisse: „Der FFF hat die Studie gefördert, weil bisher zuverlässiges und belastbares Zahlenmaterial zum Film- und Medienstandort Metropolregion München fehlt.“ Die umfangreichen Daten der Studie dürften dem nun Abhilfe geschaffen haben.
Peter Kammerer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern, verwies auf die gute Mischung innerhalb der Kultur- und Kreativwirtschaft: „Der gesunde Mix aus kleinen, mittleren und großen Betrieben, aus klassischen, kulturwirtschaftlichen Betrieben und innovationsgetriebener Kreativwirtschaft ist ein stabiler Erfolgsfaktor. Dieser Mix hat sich im Übrigen in der gesamten Wirtschaft der Metropolregion als Stabilitätsfaktor erwiesen. So erholt sich die Region aller Erfahrung nach gerade auf Grund dieses Faktors meist schneller als andere Regionen von Wirtschaftskrisen.
Auch Anja Wilde, Geschäftsführerin der Europäischen Metropolregion München e.V., zog ein sehr positives Fazit der Kooperation: „Ich bin sehr froh, dass wir das wichtige Thema der Kultur- und Kreativwirtschaft aufgreifen konnten und die positive Einschätzung dieser Branche in der Metropolregion nun mit tragfähigen Zahlen unterfüttert wurde. Dieses Projekt ist ein gutes Beispiel für die Netzwerkarbeit, die der Verein leistet. Dieser Gedanke wird in unserer heutigen Workshopveranstaltung weiter fortgesetzt, zu der wir über 150 Akteure aus der Metropolregion sowie aus der Kultur- und Kreativwirtschaft erwarten.“
Die Studie zur Kultur- und Kreativwirtschaft in der Metropolregion München…
… wurde beauftragt durch die Europäische Metropolregion München (EMM) mit Unterstützung des Kulturreferates sowie des Referates für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München, des FilmFernsehFonds Bayern sowie der IHK für München und Oberbayern.
… untersucht elf Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft: Musikwirtschaft, Buchmarkt, Kunstmarkt, Filmwirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Markt für darstellende Künste, Designwirtschaft, Architekturmarkt, Pressemarkt, Werbemarkt, Software- und Gamesindustrie.
… ist eine empirisch-quantitative Analyse basierend auf statistischem und verbandlichem Datenmaterial. Die Datenbasis der Untersuchung stammt aus dem Jahr 2010, dem zum Erhebungszeitpunkt aktuellsten Datenjahr auf Basis amtlicher Statistiken.
… wurde durchgeführt von Michael Söndermann, Büro für Kulturwirtschaftsforschung Köln.
… ist vollständig downloadbar unter www.metropolregion-muenchen.eu/ kuk
Weitere Informationen unter:
http://www.metropolregion-muenchen.eu/ kuk