Metalle pro Klima präsentiert industriellen Klimaschutz am Standort Grevenbroich / Intelligenter Klimaschutz in der Industrie braucht sichere, saubere und bezahlbare Energie und Rohstoffe

„Gute Ideen brauchen innovative Werkstoffe
wie Aluminium. Diese Ideen werden im magischen Viereck der
Innovation, Aluminiumherstellung, Weiterverarbeitung und des
Recycling von Bonn, Grevenbroich sowie Neuss tagtäglich erforscht,
entwickelt und in enger Abstimmung mit den Abnehmerindustrien
produziert. Wir wollen den Standort Grevenbroich als wesentlichen
Teil dieser Wertschöpfungskette aus diesen Gründen stärken.
Grevenbroich ist in der Welt bekannt als Hauptstadt der
Aluminium-Walzwelt. Darauf sind wir nicht ohne Grund stolz“, erklärte
der Vorsitzende von Metalle pro Klima und Konzernvorstand der Norsk
Hydro, Oliver Bell, im direkten Gespräch mit Vertretern der Stadt
Grevenbroich, der Bürgermeisterin Frau Kwasny, dem Europaabgeordneten
Graf Lambsdorff und Vertretern des Kreises, der IHK und des
Wirtschaftsministeriums NRW. Die anwesenden Politiker und Vertreter
von regionalen Institutionen sprachen ihre Unterstützung für den
Industriestandort Grevenbroich aus. Sie zeigten sich von den Best
Practice-Beispielen zur CO2-Emissionsminderung im Werk Grevenbroich
und anderen Hydro-Standorten beeindruckt.

Der Europaabgeordnete Graf Lambsdorff sagte, dass Klimaschutz
nicht mit Ideologien, sondern mit Technologien funktioniert. Die
Belastungen für die Industrie müssen im Blick gehalten werden und die
energieintensiven Branchen geschützt werden. Die Frage der
internationalen Wettbewerbsfähgkeit müsse von Brüssel bis Düsseldorf
oben auf der Tagesordnung stehen. Die Bürgermeisterin der Stadt
Grevenbroich, Frau Kwasny zeigte sich erfreut über den bewußten
Umgang mit den Ressourcen und der CO2-Einsparungen am Standort in
Grevenbroich.

Die 2008 gegründete Unternehmensinitiative „Metalle pro Klima“
arbeitet mit 20 Mitgliedsunternehmen aus der
Nichteisen-Metallindustrie national und international im intensiven
gesellschaftlichen Dialog an der Aufgabe, die Leistungen der
metallerzeugenden und -bearbeitenden Unternehmen zum Klimaschutz an
den Unternehmensstandorten bekannt zu machen. Die Einsparpotenziale
der Branche sind wesentlicher Bestandteil der industriellen
Aktivitäten gegen die Klimaerwärmung. Die Werkstoffeigentschaften von
Aluminium, Kupfer, Zink, Blei und anderen Nichteisen-Metallen liefern
die Grundlage für Problemlösungen im Klimaschutz durch
Energieeffizienz und CO2-Einsparungen in der Produktion, langlebige
und moderne Produkte und nachhaltiges Recycling.

Der Hauptgeschäftsführer der WirtschaftsVereinigung Metalle,
Martin Kneer, unter deren Dach die Unternehmensinitiative Metalle pro
Klima arbeitet, betonte die Rolle der Nichteisen-Metallindustrie als
Problemlöser im Klimaschutz. Grund und Anlass für die Gründung der
Klimaschutzinitiative der Nichteisen-Metallindustrie sei nicht die
Tatsache, dass Klimaschutz im Trend liege, sondern die Tatsache, dass
Klimaschutz für die Industrie Risiko und Chance zugleich ist. Dabei
gebe es keine Unterschiede zwischen alter und neuer Industrie, auch
wenn das immer wieder beschworen werde. „Es dreht sich kein Windrad
und wirkt keine Solarzelle, es fährt kein E-Mobil und Zug und es
funktioniert keine Gebäudetechnik – ohne Nichteisen-Metalle. Ohne
Aluminium, Kupfer, Zink und Blei und andere Nichteisen-Metalle gibt
es kein modernes Leben!“, hebt Kneer die Schlüsselrolle der energie-
und wertschöpfungsintensiven Nichteisen-Metallindustrie bei der
Herstellung innvotiver Produkte, die für den Klimaschutz unerlässlich
sind, hervor. „Um diese und andere Produkte auch weiterhin in
Deutschland und Europa herzustellen, brauchen wir sichere, saubere
und bezahlbare Energie und Rohstoffe.“

„Dabei ist die Belastungsgrenze für die politischen Kosten des
Strompreises bereits erreicht. Im internationalen Vergleich sind die
Industriestrompreise in Deutschland aufgrund der staatlichen Kosten
von EEG, Ökosteuer und Emissionshandel um 30 bis 50 Prozent höher.
Das erschwert unnötig die Produktionsbedingungen und nimmt den
Unternehmen gerade nach der Finanz- und Wirtschaftskrise die Luft zum
Atmen“, so Kneer weiter. Der erfolgreiche Klimaschutz verwirklicht
sich in der NE-Metallindustrie in den drei Bereichen Produktion,
Produkte und Recycling. Effiziente Anlagentechnik vermindert den
Ausstoß klimarelevanter Spurengase in der Produktion.
Klimaschutztechnologien erfordern Produkte, die auf den
Werkstoffeigenschaften der Nichteisen-Metalle basieren. Effizientes
Recycling schließt Rohstoffkreisläufe und schont die natürlichen
Ressourcen.

Bell und Kneer sprachen sich für ein Level Playing Field der
energieintensiven Grundstoffindustrie in Deutschland und Europa aus.
Dafür sei eine Kompensation der indirekten CO2-Kosten des
Strompreises bedingt durch den Emissionshandel dringend erforderlich.
Ohne diese Kompensation sei die Produktion und die Aufrechterhaltung
der Wertschöpfungskette und die Leistungen der Branche zum
Klimaschutz in Deutschland gefährdet. Bell und Kneer sagten
abschließend: „Wir brauchen international wettbewerbsfähige
Rahmenbedingungen für die NE-Metallindustrie in Deutschland und
Europa, um das Industrieland Deutschland zu stärken und die
wesentlichen Beiträge für Klimaschutztechnologien und modernes Leben
weiterhin zu leisten. Die Industrie ist Garant für
Klimagerechtigkeit, die nur in der Balance von Ökonomie und Ökologie
funktioniert.“

Pressekontakt:
Dirk Langolf
Kommunikation und Projektmanagement
Metalle pro Klima in der
WirtschaftsVereinigung Metalle e.V.
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