Schon die Fragestellung unseres Artikels ist gewollt eine medial polarisierende Provokation, dennoch ist es sachlich gefragt – und zudem auch so gemeint. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Juden in Deutschland, nach den Anschlägen in Frankreich und Dänemark Unterstützung zugesagt, soweit der journalistische „Scoop“ dieser Tage. Hierbei zeigte sich Merkel medial kolportiert dankbar für das jüdische Leben in Deutschland, dies besonders da der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu zuvor zur Auswanderung der Juden nach Israel aufgerufen hatte.
Im Angesicht der aktuellen Terrorismusdiskussion hofft die Bundesregierung dabei auf ein Bleiben der hierzulande lebenden Juden und so sagte es zumindest Kanzlerin Merkel und verkündete: „Wir sind froh und dankbar, dass es wieder jüdisches Leben in Deutschland gibt“. Merkel sagte zudem weiter: „Wir werden seitens der Bundesregierung, aber auch der Landesregierungen und aller Verantwortlichen in Deutschland alles dafür tun, dass die Sicherheit jüdischer Einrichtungen und Bürger jüdischer Herkunft in Deutschland gewährleistet wird“.
Das der Staatssekretär und Regierungssprecher Steffen Seibert noch ebenso medial wirksam nachschiebt, dass es nach den Erfahrungen des Holocaust nicht selbstverständlich sei, dass heute wieder etwa 100.000 Juden in Deutschland leben – soll hier vor dem Hintergrund der rücksichtslosen Morde der israelischen Armee – sowie entgegen der ungesetzlichen Siedlungspolitik von Israel im Gazastreifen unkommentiert bleiben – dies obwohl das eine kaum etwas mit dem anderen zu Tun hat. Dem hochbezahlten Beamten und Herrn Regierungssprecher Steffen Seibert sei an dieser Stelle darauf hingewiesen: jede Religionsausübung ist durch das bundesdeutsche Grundgesetz (GG) ebenso wie die freie Meinung geschützt, da bedarf es nicht der medienwirksamen Erwähnung des bedauerlichen Holocaust, so grausam dieser auch gewesen sein mag.
Das die jüdische Diaspora in Deutschland zudem nicht unumstritten ist trifft auch zu, zumal diese vor dem Hintergrund ihres geschäftlichen Gebarens von so manchem Bürger in harscher Kritik steht. Auch die Aussage, dass im Zentrum jüdischer Identität die Torah steht ist glaubensrechtlich glatter Unsinn, denn ein „Jeder“ legt eine Identität immer noch selber fest. Und das sich unsinniger Weise als Religionsgemeinschaft sehende „jüdische Volk“ hat nur eine Heimat und diese ist nun einmal nach ihrem Verständnis Israel, also warum will man die deutschen Juden aufhalten? Sie könnten nach Paragraph 25 des Staatsangehörigkeitsgesetzes (§ 25 StAG) wählen ihre deutsche Staatsangehörigkeit aufzugeben, um vorab gesichert eine israelische Staatsangehörigkeit zu bekommen. Wer soll sie und warum an diesem Schritt hindern? Hier trifft der alte Satz: „Reisende soll man nicht halten“. Das in diesem Falle dennoch die Aussage der bundesdeutschen Kanzlerin: „Exodus ist keine Lösung“, zutrifft sei an dieser Stelle auch von Seiten der BERLINER TAGESZEITUNG – Berliner Tageblatt – Deutsche Tageszeitung zumindest öffentlich bekräftigt. Der Kanzerin sei gewünscht, dass sie sich zu diesem doch umstritten heiklen vor allem auch die Christen in Deutschland betreffenden Thema – vielleicht am Freitag dieser Woche (20.02.2015) christliche Religionsanregungen von Papst Franziskus oder Papst Benedikt XVI. bei ihrem Abendessen im Vatikan, oder der Privataudienz am nächsten Tag, Samtag den 21.02.2015, Vatikanpalast holen.
Eines sei hingegen jedem Juden der nach Israel auswandern will mit auf den Weg gegeben, solange die Palästina Frage ungeklärt ist gibt es ständig schmerzvolle Auseinandersetzungen – welche nicht zuletzt immer wieder in Mord und Totschlag im Konfliktgebiet des Westjordan enden.
Sollte sich zudem eines Tages die arabische Welt einig sein, dann dürfte auch keine neu errichtete Bar-Lew-Linie den Staat Israel vor dem Untergang bewahren, dies zumindest sollte es mit sachlich diplomatischen Dialogen zu verhindern gelten, egal ob man nun als Israel-Kritiker in der medialen Ecke des Antisemiten landet oder als unverstandener Friedensprediger gilt…