Der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik im Auswärtigen Amt, Markus Löning (FDP), hat die Folterung von Kindern und Jugendlichen in Syrien scharf verurteilt. „Die Brutalität und das Ausmaß der repressiven Maßnahmen der syrischen Regierung schockieren mich. Offensichtlich macht die Regierung auch vor der Misshandlung Minderjähriger nicht halt“, erklärte Löning am Dienstag. Nach der Ausstrahlung eines Videos beim arabischen Fernsehsender „Al Jazeera“, das Spuren brutaler Folter am Leichnam eines 13-Jährigen zeigt, fanden am Wochenende Solidaritätskundgebungen in zahlreichen syrischen Städten statt, an denen tausende Menschen teilnahmen. Diese Demonstrationen wurden teilweise gewaltsam aufgelöst. „Ich fordere die syrische Führung auf, die Gewalttaten gegen die Zivilbevölkerung unverzüglich einzustellen. Die Folter von Inhaftierten, insbesondere von Minderjährigen, ist unter keinen Umständen hinnehmbar“, so Löning weiter. Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen sind seit Beginn der Proteste in Syrien im März über 1.000 Menschen von Sicherheitskräften getötet worden, über 9.000 wurden verhaftet.
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