MdB Gerhard Drexler: Mit Notopfer-Marke den Hochwasser-Opfern helfen

MdB Gerhard Drexler: Mit Notopfer-Marke den Hochwasser-Opfern helfen
FDP-MdB Gerhard Drexler: Mit Notopfer-Marke den Hochwasser-Opfern helfen
 

BERLIN/FREYUNG – Kleine Briefmarke – große Hilfe für Hochwasser-Geschädigte: Mit einer Flut-Notopfer-Marke im Wert von fünf Cent auf alle Briefsendungen sollen nach dem Vorschlag des FDP-Bundestagsabgeordneten Gerhard Drexler innerhalb eines Jahres rund 900 Millionen Euro erlöst werden. „Die nationale Solidarität gebietet heute eine ähnliche gemeinschaftliche Leistung wie 1948 beim Berlin-Notopfer“, forderte der 49-jährige liberale Bundestagsabgeordnete aus dem niederbayerischen Freyung am Samstag. Sein Wahlkreis Deggendorf-FRG und sein Nachbarwahlkreis Passau sind vom Hochwasser besonders hart getroffen worden.

Nach den Vorstellungen Drexlers sollen Versender bis Ende Juni 2014 eine Fünf-Cent-Marke zusätzlich auf jede Postkarte, jeden Brief oder jedes Paket kleben. Allein die Deutsche Post stellt jeden Tag im Schnitt bundesweit mehr als 60 Millionen Briefe und Pakete zu. Das wären 3,0 Millionen Euro pro Tag oder 75 Millionen Euro pro Monat (bei 25 Werktagen) für den Flutopfer-Fonds, rechnet Gerhard Drexler vor. Noch im Jahr 2013 könnte man mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 450 Millionen Euro rechnen. Innerhalb eines Jahres könnte der Flutopfer-Fonds 900 Millionen Euro einnehmen.

Vorbild für die Flutopfer-Marke von Gerhard Drexler ist die Notopfer-Berlin-Steuermarke, die im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland vom Absender einer Postsendung in der Zeit vom 1. Dezember 1948 bis zum 31. März 1956 zusätzlich zum normalen Postporto verwendet werden musste. Die Steuermarke über 2 Pfennig wurde damals von der Post und später der Deutschen Bundespost verkauft. Insgesamt wurden in den acht Jahren 413,8 Millionen DM erlöst, nach heutigem Wert laut Experten rund eine Milliarde Euro.

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