Material Compliance und Ressourcenknappheit im Blick

Material Compliance und Ressourcenknappheit im Blick
 

Weilrod/Alzenau, 23.02.2016 – Die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen wird immer größer: Nachhaltiges Wirtschaften und verantwortungsvoller Umgang mit knappen Ressourcen geraten zunehmend in den Fokus der globalen Wirtschaft. Bereits jetzt gibt es zahlreiche politische Leitlinien, gesetzliche Vorgaben und Richtlinien, denen die Unternehmen nachkommen müssen. Dabei spielt das Thema Ressourceneffizienz eine immer größere Rolle, d.h. Ressourcen sollen geschont, möglichst lange in Produkten genutzt und wieder recycelt werden können. Es wurden nationale und internationale gesetzliche Anforderungen für verschiedene Industrien formuliert, denen die Unternehmen entsprechen und ihre Compliance erklären müssen.

Die Anforderungen an die Materialkonformität sind bereits heute hoch, die Verwendung zahlreicher Stoffe ist nur noch eingeschränkt erlaubt und die Unternehmen müssen die Bestandteile ihrer Produkte genau dokumentieren. Das Full-Service-Unternehmen imds professional und die Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS sehen dies als Chance, ihre jeweiligen Kompetenzen zu verbinden. „Wir wollen Unternehmen dafür sensibilisieren, dass Material und Product Compliance, Ressourceneffizienz und Qualitätssicherung für sie wichtige Wettbewerbsfaktoren sind. Mit dieser Kooperation ergänzen wir unsere bisherigen Dienstleistungen um eine wichtige Komponente“, sagt Heide Freund, Geschäftsführerin von imds professional.

Um der gesetzlich vorgegebenen Dokumentationspflicht nachzukommen, hat sich in der Automobilindustrie auf Grundlage der Altfahrzeugrichtlinie (ELV) das Internationale Material-Daten-System (IMDS) als Standard durchgesetzt. imds professional unterstützt mit seinen Beratungs- und Serviceleistungen sowie zahlreichen Schulungen Unternehmen europaweit beim Einsatz dieses Systems.

Doch auch in anderen Branchen müssen Gesetze wie zum Beispiel REACh, RoHS, WEEE eingehalten werden. Dafür bietet das Unternehmen Beratung und Schulungen rund um das branchenunabhängige Schwestersystem CDX an. Hinzu kommen zusätzliche Regelungen wie der Dodd-Frank Act, mit denen der Einsatz von sogenannten Konfliktmineralien eingeschränkt werden soll.

Für Unternehmen ist es dabei oft schwer nachzuvollziehen, welche Werkstoffe in welchen Mengen in den Produkten enthalten sind, die sie von ihren Zulieferern bekommen. Hier setzt die Arbeit der Fraunhofer-Projektgruppe IWKS an: Laboranalysen ermöglichen die genaue Quantifizierung der verwendeten Werkstoffe in einem Produkt.
Ressourcenknappheit und Recycling sind zentrale Themen der Fraunhofer-Projektgruppe IWKS. Die Experten des IWKS erforschen unter anderem, wie sich Wertstoffkreisläufe schließen und Recyclingprozesse optimieren lassen. Auch beraten sie Unternehmen, welche Stoffe durch andere ersetzt werden können, um bei Stoffverboten und Ressourcenknappheit konkurrenzfähig zu bleiben. Denn nur durch eine entsprechende Ressourcenpolitik können Unternehmen Ausfallrisiken in der Lieferkette minimieren.

Die beiden Kooperationspartner imds professional und IWKS wollen auf unterschiedlichen Ebenen zusammenarbeiten. Neben Veranstaltungen, Seminaren und Webinaren bieten sie Unternehmen ein sich ergänzendes Know-how an. Auf diese Weise können umfassende Problemstellungen ganzheitlich erfasst werden, was eine auf das jeweilige Unternehmen zugeschnittene Lösungsfindung ermöglicht.

Die erste gemeinsame Veranstaltung „Material Compliance und Ressourcenstrategie“ findet im Mai 2016 in den Räumlichkeiten der Fraunhofer-Projektgruppe IWKS in Alzenau statt. Verschiedene Fachvorträge führen in die Thematik Material Compliance und Ressourcenstrategie ein. Neben gemeinsamer Diskussion und einer Führung durch das Technikum bleibt Raum sowohl für individuelle Fragen als auch für das Netzwerken. Die Veranstaltung richtet sich an Geschäftsführer, Compliance-Beauftrage, Qualitätsverantwortliche, Ingenieure, Produktentwickler, Zuständige für Produkthaftung und -sicherheit sowie Verantwortliche aus Einkauf, Vertrieb und Produktion. Weitere Informationen und die Möglichkeit sich anzumelden, wird es in Kürze auf www.imds-professional.com geben.