Markus Frick: An alle Nokia Aktionäre

Markus Frick: An alle Nokia Aktionäre

Die bislang installierte Symbian-Software wird langsam aber sicher aussortiert, das Gemeinschaftsprodukt mit Intel, Mee Go auf Sparflamme reduziert. Auf den Nokia-Geräten soll künftig Windows Phone 7 laufen.

Die Hardware von Nokia und die Software von Microsoft sollen das Geschäft wieder vorantreiben. Stetig büßen beide Konzerne Marktanteile ein und waren 2010 die großen Verlierer im Smartphonegeschäft.

Nach vorgelegten Zahlen des Marktforschungsinstitut Gartner verkaufte Nokia zwar noch mit weitem Abstand die meisten Smartphones, der Marktanteil sank jedoch von 46,9 auf 37,6 Prozent. Der Anteil bei Microsoft sackte von 8,7 auf 4,2 Prozent ab.

Microsoft verkaufte als einziger großer Anbieter weniger Geräte mit seinem Betriebssystem als noch vor einem Jahr. Die Zahlen verdeutlichen, unter welchem Druck die beiden Konzerne stehen. Seit der Bekanntgabe der Partnerschaft befindet sich die Nokia-Aktie fast im freien Fall und verlor 20 Prozent.

Experten rechnen mit fallenden Margen und weiter hohen Aufwendungen für die Restrukturierung. Die gemeinsamen Geräte werden voraussichtlich erst im Jahr 2012 hinter der Ladentheke stehen. Für Nokia sowie für Microsoft ist der Deal doch irgendwie eine Chance, wieder Fuß zu fassen. Microsoft bringt in die Kooperation Milliarden ein und kündigt ein Update seiner Software an.