(hob) „Wer sich bereits nach zweieinhalb Jahren Lehrzeit der Prüfungskommission stellt,
muss schon etwas drauf haben“, ist sich Oliver Landsberger als oberster Prüfer der Brauer
und Mälzer sicher. Und er wurde nicht enttäuscht. Alle zur vorgezogenen Winterprüfung
angetretenen Auszubildenden haben ihre Prüfung mit Bravour bestanden. „Die Jury war
von den gezeigten Leistungen sehr angetan“, so der Braumeister der König-Brauerei in
Duisburg weiter.
Dies sieht auch Jürgen Witt vom Brauereiverband NRW so: „Nach wie vor ist es für junge
Leute schwierig, den richtigen Berufsweg einzuschlagen. Ich bin mir aber sicher, dass sie
den Beruf des Brauers und Mälzers mit Hingabe ausführen werden. Dieser Beruf macht
nicht nur Spaß, er hat aufgrund seiner modernen getränketechnologischen Ausrichtung
auch Zukunft.
Als Prüfungsbester wurde Jan Berchtold vom Haus Kölscher Brautradition in Köln
ausgezeichnet. In der Endabrechnung erreichte er 90 von insgesamt 100 Punkten. Für
diese gute Leistung wurde er von Jürgen Witt mit einem Scheck in Höhe von 500 Euro
geehrt. „Mit diesem Preis zeichnen wir junge Leute aus, die ganz besonders gute
Leistungen während der Gesellprüfung zum Brauer und Mälzer gezeigt haben.“ Eine
weitere Erfolgsprämie in Höhe von 300 Euro gab es für Andre Frank von der Krombacher
Brauerei und 200 Euro für Johannes Lehmbruck von der Brauerei Diebels.
Genaue Vorstellung von seiner beruflichen Zukunft hat sich Jan Berchtold natürlich auch
schon gemacht. „Ich werde im kommenden Wintersemester in Bonn
Lebensmitteltechnologie studieren. Danach möchte ich am liebsten wieder in einer
Brauerei arbeiten.
Freuen können sich alle frischgebackenen Brauer, die nach ihrer Ausbildung eine
Festanstellung in ihrem neuen Beruf suchen. „Wir bieten im Bereich der Abfüllung einige
freie Stellen an“, kündigte Horst Blom, Abteilungsleiter Abfüllung der Privatbrauerei Veltins,
an. „Das ist die Chance zum Einstieg in eines der bekanntesten Brauunternehmen
Deutschlands. Es könnte der Beginn einer langfristigen Zusammenarbeit sein.“
