„Mit der Ãœbernahme durch das Bürgerhaus Lützschena hat die alteingesessene Bernburger Fleischerei nun wieder eine Zukunft – und das unter dem Dach eines Unternehmens, das hervorragend zur FLEPRO passt“, betonte Insolvenzverwalter Dr. Franc Zimmermann, der das insolvente Unternehmen seit Juli führte. „Besonders freut mich, dass alle Arbeitsplätze erhalten bleiben.“ Das Leipziger Catering-Unternehmen hat sämtliche 75 Mitarbeiter und alle 15 Filialen der FLEPRO übernommen.
Die Bürgerhaus Lützschena GmbH mit Sitz in Leipzig ist seit über 20 Jahren erfolgreich als Catering-Unternehmen insbesondere für Kitas, Schulen, Pflegedienste und Hotels sowie Gastronomiebetriebe in der mitteldeutschen Region aktiv. Beide Unternehmen ergänzen sich hervorragend, denn auch beim Bürgerhaus Lützschena wird seit der Gründung im Jahr 1994 auf Frischkost, Qualität, Kundenservice und Innovation gesetzt. Die traditionsreiche Fleischerei soll in diesem Sinne weiter betrieben werden. Mittelfristig sollen die Bereiche Produktion als auch Vertrieb mit vielen neuen Ideen bereichert und ausgebaut werden. Die seit 1958 bestehende Bernburger FLEPRO arbeitet bewusst nach alten Rezepten und handwerklichen Herstellungsmethoden. Für die Fleisch- und Wurstwaren werden regionale Rohprodukte und traditionelle Gewürze verwendet. Für seine Produkte ist das Unternehmen mehrfach auf internationalen Wettbewerben ausgezeichnet worden.
Beide Unternehmen sollen ab sofort durch Synergieeffekte von der Zusammenarbeit profitieren: „Indem wir unsere Küchen und Kunden nun mit hochwertigen Fleisch- und Wurstprodukten der FLEPRO beliefern, ist es möglich, die Produktion der Fleischerei wesentlich besser auszulasten. Die Integration der FLEPRO erlaubt es der Bürgerhaus-Gruppe im Gegenzug nun eigene Produkte zu kreieren – gerade für die Versorgung unserer „next generation“ in Kitas und Schulen sehen wir hier ein großes Potential. Bei den Eltern und Trägern der Einrichtungen sind immer mehr Produkte gefragt, die nach handwerklichen Methoden und nur mit natürlichen Zutaten – also ohne künstliche Zusatzstoffe – hergestellt werden. Zudem können wir nun selbst die Würzung und Kalibrierung der Produkte optimal und individuell auf die Wünsche und Anforderungen der verschiedenen Altersgruppen abstimmen.“ sagte Andreas Göhlitz, Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter Bürgerhaus Lützschena GmbH. Zusätzlich möchte das Unternehmen die FLEPRO-Produkte auch im Bereich der klassischen sowie Hotel-Gastronomie platzieren. Hier werden für traditionell und qualitativ hochwertige Fleisch- und Wurstprodukte ebenfalls Marktchancen gesehen. Perspektivisch ist auch ein Online-Verkauf der Produkte geplant, um auch junge bzw. qualitätsbewusste Kundengruppen anzusprechen, die keine Filiale in unmittelbarer Umgebung haben. FLEPRO-Mitarbeiter Detlef Gereke ergänzte: „Gleichzeitig eröffnen sich für das Bürgerhaus Lützschena über das FLEPRO-Filialnetz vollkommen neue Absatzmöglichkeiten. Hochwertige, frisch gekochte Menüs, die stetig wechseln, sollen dort ergänzend als Mittagsgericht oder auch hochwertig verpackt zum Mitnehmen angeboten werden. Ideen und Ansätze gibt es genug. Die zukünftige Entwicklung wird also spannend!“
FLEPRO hatte am 30. Juni 2016 Insolvenz angemeldet. Wie viele handwerklich arbeitende Fleischereibetriebe litt FLEPRO unter dem rückläufigen Fleischkonsum sowie dem hohen Preisdruck in der Branche. Insolvenzverwalter Zimmermann hatte den Geschäftsbetrieb des Unternehmens ohne Einschränkungen fortgeführt und parallel die Suche nach einem Investor vorangetrieben.