Kundenmagnet gleich Kundenköder

Bei Mailings per Email oder per Post arbeiten sehr viele Unternehmen mit sogenannten Freebies (kostenlosen Deals) oder Sonderaktionen: Sie fordern den Kunden auf, sich einen Rabatt oder ein Gratis-Produkt abzuholen. Die Psychologie dahinter ist, dem Kunden etwas zu schenken, der so unterbewusst in eine Abhängigkeit gerät: Durch das Geschenk verstärkt sich beim Kunden das Gefühl, dass er diese Gefälligkeit wieder gut machen muss und ist offener gegenüber eines Kaufes Ihrer Produkte und Dienstleistungen.

Freebies und Rabattaktionen sind somit zu empfehlen, wenn Sie mit Mailings arbeiten. Dennoch sollten Sie wissen, dass nicht jeder kostenlose Deal bze. Rabattaktion ist jede Person anspricht. Wir nehmen an, dass Sie über Mailings Ihre Kosmetikproduktlinie an Kunden vertreiben wollen. Sie bieten als Freebie einen Gratis-Nagellack beim ersten Kauf eines anderen Produktes an. Leider reagieren nur wenige Kunden auf Ihr Schreiben bzw. Ihre Emails.

Kundenmagnet gleich Kundenköder

In diesem Falle war Ihr Köder, also der Gratis-Nagellack, falsch gewählt. Vielleicht gibt es eine große Anzahl an Kunden in Ihrer Zielgruppe, die keinen Nagellack benötigt, dafür aber brennend an Tipps in Bezug auf das Thema „Anti-Aging“ interessiert ist. Hätten Sie als kostenlosen Deal einen kleinen Gratis-Report zum Thema „Die 10 besten Anti-Aging-Tipps“ angeboten, wären mehr Kunden auf Ihr Angebot angesprungen.

Dieses Beispiel zeigt ganz deutlich, dass Sie sich in Bezug auf Ihre Mailing-Strategie überlegen sollten, welche „Kundenmagneten“ Sie als Rabatt- oder Freebie-Aktion anbieten können. Im obigen Beispiel wäre der Kundenmagnet der Gratis-Report gewesen. Auch der Gratis-Nagellack kann ein Geldmagnet sein – das müssen Sie testen.

Wie entwickeln Sie Kundenmagneten?

Doch zu erst geht es darum, verschiedene Kundenmagneten zu entwickeln. Überlegen Sie sich, welche Anreize für Ihre Kunden interessant sein könnten. Das müssen nicht immer Gratis-Produkte sein. Es können auch Informationen wie der Gratis-Report oder eine Einladung zu einem Webinar zu einem brisanten Thema sein. Schreiben Sie alle Unterthemen zu Ihrem Businessbereich auf.

Beispielsweise sind beim Thema „Kosmetik“ mögliche Unternehmen „Naturkosmetik“, „Anti-Aging“, „Hautpflege im Winter“ oder „Hautpflege im Sommer“. Beim Thema „Online Marketing“ könnten die Untertehmen „Affiliate-Marketing“, „Youtube-Marketing“, „Traffic-Strategien“ und „Content-Marketing“ lauten. Diese einzelnen Unterthemen sind Kundenmagneten. Ein Kunde, der im Online Marketing tätig ist, kann zum Beispiel alles über Traffic-Strategien wissen und wird auf Ihr Mailing nicht anspringen. Locken Sie ihn jedoch mit Youtube-Werbung, können Sie sein Interesse wecken, wenn er in diesem Bereich gerne noch weitere Informationen haben möchte. Denken Sie bei der Analyse der Unternehmen an die Probleme, die Ihre Kunden haben könnten. Die Unternehmen bieten Lösungen an!

Split-Tests helfen beim Filtern

Nachdem Sie die verschiedenen Unternehmen analysiert haben, müssen Sie natürlich dazu die passenden Deals und Sonderaktionen konzeptionieren. Danach geht es darum, zu testen, welche Kundenmagneten auch wirkliche Magneten sind. Hierzu können Sie einfach Split-Tests durchführen. Sie schicken Ihr Mailing in drei verschiedenen Versionen (somit mit drei verschiedene Kundenmagneten) an die Hälfte Ihrer Mailingliste raus und warten die Reaktionen ab. Der Kundenmagnet mit der größten Resonanz sollte für den Rest der Mailingliste verwendet werden.