Musiker, Autoren, Komponisten, bildende und darstellende Künstlerinnen und Künstler, Designer, Filmemacher – ohne sie wäre unser Leben wohl nicht so bunt und kulturell vielfältig.
Diese schöpferischen und gestalterischen Menschen bilden die Basis der Kultur- und Kreativwirtschaft. Aus Wissen und Innovation erwächst unsere Ökonomie. Genau das produziert die Kultur- und Kreativwirtschaft durch künstlerische Qualität und kreative Erneuerung in Kombination mit wirtschaftlicher Dynamik. Federführend sind hierbei die ca. 250.000 freiberuflich Selbständigen, sowie rund 790.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftige, die in zahlreichen Klein- und Kleinstbetrieben arbeiten, wie man einer Studie der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung entnehmen kann. Der Großteil davon ist nicht primär im öffentlichen Bereich, wie Theater, Museum, Chor, Orchester…oder zivilgesellschaftlichen Sektor wie Kultur-, Kunstvereine, Stiftungen etc. tätig, sondern ist erwerbswirtschaftlich orientiert, beschäftigt sich mit Entwicklung, Herstellung, Verteilung und Verbreitung von kulturellen Gütern und Dienstleistungen.
Die Kultur- und Kreativwirtschaft besteht aus elf Teilmärkten
Musikwirtschaft, Buchmarkt, Kunstmarkt, Filmwirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Darstellende Kunst, Designwirtschaft, Architekturmarkt und Pressemarkt zählen zur Kulturwirtschaft. Ebenso enthalten sind der Werbemarkt, sowie Software/ Game-Industrie als Kreativbranchen, außerdem gibt es unter dem Begriff „Sonstige“ Raum für neue, innovative wirtschaftliche Aktivitäten.
Vergleichbar mit Automobilbranche
Obwohl die Zukunft der Branche rosig aussieht, wird die Leistung der Kultur- und Kreativwirtschaft oft fälschlicher Weise völlig unterschätzt. Seit dem Ende der 1980er Jahre ist sie zu einem der dynamischsten Wirtschaftszweige der Weltwirtschaft angewachsen. Damit ist sie zahlenmäßig vergleichbar mit den großen Industriesektoren Automobil, Maschinenbau, Chemie, der Finanzdienstleistungsbranche und der Energieversorgung.
Verschmelzung von Tradition und Moderne
Bei der Kultur- und Kreativbranche werden wie in fast keiner anderen Branche traditionelle Wirtschaftsbereiche mit modernen Technologien und neuen Informations- und Kommunikationsarten kombiniert und verbunden.
Vielseitige Kenntnisse der Kulturschaffenden erforderlich
Völlig berechtigt unterschätzt wird hingegen oft die Tatsache, dass pure Kreativität nicht ausreichend ist, um seine Dienstleistung oder sein Produkt auch auf dem Markt zu etablieren und gut zu vermarkten. Um in diesem Sektor erfolgreich zu sein, muss man auch geschäftstüchtig sein und das erforderliche Business-Know-How mitbringen. Einerseits ein kreativer Hitzkopf zu sein und andrerseits einen kühlen Kopf als „eiskalter Geschäftsmann“ zu bewahren – diesen Spagat kann man ohne ein intensives Briefing nicht schaffen.
Produktiv zu sein ist nur die halbe Miete – es nützt nichts, wenn geniale Produkte ungesehen im Keller liegen…also führt kein Weg dran vorbei, aktiv auf den Markt zu gehen! Und wenn man dann mit der Kunst seine eigenen Brötchen verdient, muss man sich in steuerrechtlichen Fragen auskennen und kaufmännische Aufgaben bewältigen können.
Wer aus diesen Gründen eine fundierte Weiterbildung macht und sich in Fragen des Business- Know- How qualifiziert hat, steigert seine Chancen auf Erfolg erheblich. Und wer von seiner künstlerischen, publizistischen bzw. kulturorientierten Arbeit leben will, sollte alle Möglichkeiten nutzen, die ihn zum Erfolg führen!
Die ebam Akademie bietet seit Jahrzehnten fundierte Weiterbildungen für die Kultur- und Kreativbranche an – ob als Vollzeitkurs, am Wochenende oder als Onlinekurs. Mehr Informationen unter www.ebam.de