Die Welternährungsorganisation FAO und die
Welthungerhilfe haben sich heute in Rom durch ein Memorandum of
Understanding auf eine Intensivierung der Zusammenarbeit im Kampf
gegen Hunger und Armut verständigt. Die Kooperationsvereinbarung
bezieht sich insbesondere auf die weltweite Durchsetzung des
Menschenrechts auf Nahrung, als auch auf die Stärkung von
verantwortungsbewusstem Handeln von Regierungen und Unternehmen
hinsichtlich des Umgangs mit Landrechten. „Die Herausforderungen in
der Hungerbekämpfung können nur gemeinsam bewältigt werden.“
erläutert José Graziano da Silva, Generaldirektor der FAO.
„Kooperationen mit der Zivilgesellschaft wie der Welthungerhilfe sind
bei der weltweiten Durchsetzung des Rechts auf angemessene und
gesunde Nahrung von entscheidender Bedeutung.“
Die Welthungerhilfe und die FAO wollen in den von Hunger
betroffenen Ländern die Situation der Menschen durch konkrete
Schritte verbessern:
1. Bündelung von Kräften bei Ausbildung und Trainings sowie der
Stärkung von lokalen Mitbestimmungsrechten.
2. Bessere Nutzung von Netzwerken auf nationaler und
internationaler Ebene, um der Komplexität des weltweiten
Hungerproblems entschieden entgegen zu treten.
3. Gezielter Austausch von Wissen und Erfahrungen zur Verbesserung
von Innovationen und Praktiken der Hungerbekämpfung.
Erfolgsversprechende Ideen sollen über Ländergrenzen hinweg bekannt
gemacht und genutzt werden.
„Für die Welthungerhilfe und die Welternährungsorganisation steht
die konkrete Hungerbekämpfung im Fokus. Aus diesem Grund beinhaltet
die Zusammenarbeit ergebnisorientierte Maßnahmen wie beispielsweise
den Aufbau von Agriculture Business Centres. In diesen Einrichtungen
wird Wissen um innovative landwirtschaftliche Anbautechniken mit
Kleinbauern ausgetauscht. Darüber hinaus können sich die Menschen
über ihre Landrechte informieren und erhalten Hilfestellung bei deren
Durchsetzung.“ verdeutlicht Dr. Wolfgang Jamann, Generalsekretär der
Welthungerhilfe.
1960 initiierte die Welternährungsorganisation eine weltweite
Kampagne gegen Hunger und Armut aus der 1962 die Welthungerhilfe
hervorging. Seit ihrer Gründung standen der Welthungerhilfe insgesamt
2,52 Milliarden Euro zur Verfügung. Mit diesem Geld führte der Verein
bis 2012 insgesamt 4.892 Selbsthilfeprojekte, 1.160 Projekte für
Kinder und Jugendliche und 1.099 Nothilfeprogramme in 70 Ländern
durch.
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